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Simbabwe stoppt Lithium-Exporte: Aktien von LAC und Albemarle steigen

Das sofortige Exportverbot für Lithiumkonzentrate trifft vor allem chinesische Abnehmer und beflügelt westliche Minenaktien.

Simbabwe stoppt Lithium-Exporte: Aktien von LAC und Albemarle steigen

Simbabwe hat mit sofortiger Wirkung den Export von Lithiumkonzentraten und Rohmineralien ausgesetzt. Bergbauminister Polite Kambamura verkündete das Verbot am Mittwoch gegenüber Journalisten in Harare. Die Maßnahme gilt so lange, bis Bergbauunternehmen die staatliche Auflage erfüllen, Verarbeitungsbetriebe im Land zu errichten.

Die Nachricht löste deutliche Kursgewinne bei westlichen Lithiumproduzenten aus. Lithium Americas (NYSE: LAC) legte um rund 4 Prozent zu, während Albemarle (NYSE: ALB) sogar um 7 Prozent anzog. Auch der chilenische Lithiumkonzern SQM verzeichnete Kursgewinne an den Märkten.

Simbabwe als wichtiger Lithiumlieferant für China

Simbabwe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Lieferanten von Lithiumkonzentrat für chinesische Raffinerien entwickelt. Unternehmen wie die Chengxin Lithium Group, Zhejiang Huayou Cobalt Co. und die Sinomine Resource Group investierten Milliarden US-Dollar in die Erschließung dortiger Minen. Das Exportverbot trifft diese chinesischen Abnehmer nun unmittelbar.

Der afrikanische Staat verfügt über geschätzte 126 Millionen Tonnen Lithiumreserven und zählt zu den weltweit führenden Produzenten des begehrten Batteriemetalls. Ursprünglich hatte Simbabwe geplant, Exporte von unverarbeitetem Lithiumkonzentrat erst bis 2027 schrittweise zu beenden. Mit dem jetzigen Schritt beschleunigt die Regierung diesen Zeitplan erheblich.

Rohstoffnationalismus als globaler Trend

Das Vorgehen Simbabwes reiht sich in einen weltweiten Trend ein: Rohstoffreiche Länder versuchen zunehmend, durch Verarbeitungsauflagen mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu behalten. Indonesien hat dieses Modell beim Nickel erfolgreich angewandt. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da Lithium als Schlüsselrohstoff für Elektrofahrzeuge und Energiespeicher gilt und Angebotsverknappungen die Preise beeinflussen können.

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