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Simbabwes Mutapa Gold plant Produktionsverdopplung bis 2029

Dank gesicherter Finanzierung und anlaufender Expansionsprojekte soll die Jahresproduktion auf 220.000 Unzen steigen.

Simbabwes Mutapa Gold plant Produktionsverdopplung bis 2029

HARARE – Das staatliche simbabwische Goldbergbauunternehmen Mutapa Gold Resources hat ehrgeizige Wachstumspläne bekanntgegeben: Bis 2029 soll die jährliche Goldproduktion auf 220.000 Unzen verdoppelt werden. Dies geht aus Produktionsberichten hervor, die Reportern am Freitag vorlagen. Grundlage für diesen Expansionskurs ist die erfolgreiche Sicherung einer Teilfinanzierung für ein zentrales Ausbauprojekt.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen zuletzt einen Produktionsrückgang verzeichnete. Im Geschäftsjahr bis zum 31. März produzierte Mutapa, der größte Goldproduzent Simbabwes, insgesamt 104.626 Unzen Gold – ein Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptursache wurden geringere Erzgehalte in den abgebauten Lagerstätten genannt.

Schlüsselprojekt Shamva Hill sichert Wachstum

Das Herzstück der Expansionsstrategie ist das Tagebauprojekt Shamva Hill, rund 100 Kilometer nordwestlich von Harare gelegen. Dieses Projekt soll die Produktion der dortigen Mine von derzeit etwa 24.000 Unzen auf nahezu 80.000 Unzen jährlich steigern. Die Arbeiten sollen bereits im August beginnen.

Für die Finanzierung des Projekts hat sich Mutapa 75 Millionen US-Dollar von simbabwischen Banken gesichert – dies entspricht der Hälfte des gesamten Kapitalbedarfs. Für die verbleibende Finanzierungshälfte verhandelt das Unternehmen derzeit mit ausländischen Kreditgebern. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich damit auf rund 150 Millionen US-Dollar.

Neben Shamva Hill stützt sich die Produktionsstrategie auf weitere Säulen:

Jena-Mine

: Eine Kapazitätserweiterung soll im letzten Quartal 2026 beginnen

Freda-Rebecca-Mine

: Gesteigerte Ausbringungsmengen sind geplant

Kleinbergbau

: Einbindung von Material aus dem handwerklichen Kleinbergbau (Artisanal Mining)

Gold als wichtigster Devisenbringer Simbabwes

Mutapa befindet sich im Besitz des simbabwischen Staatsfonds und spielt eine Schlüsselrolle bei den nationalen Goldförderambitionen. Simbabwe strebt für das laufende Jahr eine Gesamtproduktion von 50 Tonnen an – nach einem Rekordwert von 46,7 Tonnen im Vorjahr.

Gold ist für Simbabwe von überragender wirtschaftlicher Bedeutung. Im Jahr 2025 erwirtschaftete das Land 4,61 Milliarden US-Dollar aus Goldexporten – das entspricht fast der Hälfte der gesamten Exporterlöse von 9,7 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Exporterlöse aus Gold auf 1,19 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 579 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum – ein Anstieg von mehr als 100 Prozent.

Die Expansionspläne von Mutapa fügen sich damit in eine breitere nationale Strategie ein, die Goldproduktion als zentralen Pfeiler der Devisenbeschaffung weiter auszubauen. Für internationale Rohstoffinvestoren bleibt Simbabwe ein Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial, aber auch mit den typischen Risiken eines Schwellenlandes.

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