SK Hynix glänzt mit Mega-Börsengang, Chipsektor schwächelt
Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix feierte einen starken US-Aktienverkauf, während der breite Chipsektor unter Druck bleibt.

Die US-Aktienmärkte haben eine volatile Woche mit Gewinnen abgeschlossen. Der S&P 500 legte am Freitag um 0,4 % zu, der Nasdaq Composite stieg um 0,3 %. Beide Indizes kletterten im Wochenverlauf um mehr als 1 % – trotz geopolitischer Spannungen rund um die Straße von Hormus zu Beginn der Woche. Der Dow Jones Industrial Average gewann am Freitag 149 Punkte oder 0,3 %, schloss die gesamte Handelswoche jedoch leicht im Minus.
Die Erholung an den Märkten fand vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten statt. Spannungen im Nahen Osten hatten die Anleger zu Wochenbeginn verunsichert, doch die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran sorgte für Entspannung – auch an den Ölmärkten.
SK Hynix mit historischem US-Börsengang
Das Highlight der Woche war zweifellos der Börsengang von SK Hynix in den USA. Der südkoreanische Chiphersteller schloss den bisher größten US-Aktienverkauf eines ausländischen Unternehmens ab. Das Volumen des Deals belief sich auf fast 27 Milliarden US-Dollar. Die Aktie stieg dabei um rund 13 % gegenüber dem Emissionspreis – ein starkes Signal für das Anlegervertrauen in den Speicherchip-Spezialisten.
Trotz dieses Erfolgs blieb der breitere Chipsektor unter Druck. Der PHLX Semiconductor Index – ein wichtiger Branchenindex, der die Kursentwicklung führender Halbleiterunternehmen abbildet – schloss am Freitag nahezu unverändert. Im bisherigen Monatsverlauf hat der Index fast 9 % verloren, und das noch vor dem offiziellen Start der Berichtssaison. Anleger warten gespannt auf die Quartalszahlen der großen Halbleiterhersteller, die weitere Klarheit über die Nachfrageentwicklung liefern sollen.
Ölpreise geben nach – Iran-Gespräche als Katalysator
An den Rohstoffmärkten sorgte die Ankündigung von US-Präsident Trump für Bewegung. Er erklärte in einem Social-Media-Beitrag, dass die USA zugestimmt hätten, die Gespräche mit dem Iran fortzusetzen. Die Brent-Rohöl-Futures fielen daraufhin am Freitag erneut um 0,4 % auf 76,01 US-Dollar pro Barrel. Dennoch liegen die Preise noch immer fast 4 US-Dollar höher als noch eine Woche zuvor – ein Zeichen dafür, dass die geopolitische Risikoprämie weiterhin eingepreist bleibt.
Delta Airlines: Starke Umsätze, aber Aktie gibt nach
Auch aus dem Unternehmenssektor gab es bemerkenswerte Nachrichten. Delta Air Lines veröffentlichte seine Quartalsergebnisse und meldete einen Anstieg des gesamten operativen Umsatzes im zweiten Quartal um fast 20 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Fluggesellschaft betonte, dass höhere Ticketpreise die Kunden nicht abschrecken, da diese Reiseausgaben weiterhin priorisieren. Der Nettogewinn übertraf die Schätzungen der Analysten.
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Zur AktienanalyseDennoch reagierten die Anleger verhalten: Die Delta-Aktie fiel um 1,6 %. Als Belastungsfaktor wurden steigende Treibstoffkosten genannt, die den Gewinn trotz der starken Umsatzentwicklung drückten. Für die gesamte Luftfahrtbranche bleibt die Entwicklung der Kerosinpreise damit ein zentrales Thema.
ETF-Zuflüsse brechen Rekorde
Ein weiteres bemerkenswertes Signal kommt vom ETF-Markt. Anleger investierten im ersten Halbjahr in Rekordtempo in börsengehandelte Fonds in den USA. Neue Daten bis Ende Juni weisen Zuflüsse von etwas mehr als 1 Billion US-Dollar aus. Besonders auffällig: Aktiv verwaltete Fonds gewinnen dabei Marktanteile – ein Trend, der zeigt, dass Anleger trotz der Beliebtheit passiver Strategien zunehmend auf aktives Management setzen.


