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SK Hynix Nasdaq-Debüt: Jim Cramer sieht Chance und Risiko

CNBC-Moderator Jim Cramer bewertet das milliardenschwere Nasdaq-Listing von SK Hynix als KI-Wette mit erheblichen Risiken.

SK Hynix Nasdaq-Debüt: Jim Cramer sieht Chance und Risiko

Jim Cramer, bekannter Moderator des CNBC-Formats „Mad Money", hat sich am Donnerstag zum bevorstehenden Nasdaq-Debüt des südkoreanischen Speicherchip-Riesen SK Hynix geäußert. Laut Cramer bietet das Listing US-Anlegern eine neue Möglichkeit, vom Boom der künstlichen Intelligenz zu profitieren – doch er warnte gleichzeitig vor erheblichen Risiken, die mit dem Investment verbunden sind.

SK Hynix nimmt am Freitag den Handel an der Nasdaq auf. Der Einstieg erfolgt über sogenannte American Depositary Receipts (ADRs) – ein Instrument, das es US-Anlegern ermöglicht, Anteile an Unternehmen zu erwerben, die an ausländischen Börsen notiert sind. Das Angebot hat ein Volumen von rund 26,5 Milliarden US-Dollar und zählt damit voraussichtlich zu den größten Börsengängen aller Zeiten, vergleichbar mit jüngsten Mega-Deals wie denen von Cerebras und SpaceX.

Enormes Kurswachstum seit ChatGPT-Launch

Die in Südkorea notierten Aktien von SK Hynix haben seit der Einführung von ChatGPT im November 2022 eine beeindruckende Rallye hingelegt: Der Kurs stieg um rund 2.550 Prozent, was den Marktwert des Unternehmens auf über eine Billion US-Dollar katapultierte. Trotz dieser gewaltigen Kursgewinne erscheint die Aktie laut Cramer mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas mehr als sieben für das laufende Jahr noch immer vergleichsweise günstig bewertet.

Das optimistische Szenario für SK Hynix basiert laut Cramer auf der Erwartung, dass die massiven KI-Investitionen der Technologiebranche weiterhin eine enorme Nachfrage nach Speicherchips antreiben werden. Speicherchips sind ein zentraler Bestandteil moderner KI-Infrastruktur – von Rechenzentren bis hin zu Grafikprozessoren, die für das Training großer Sprachmodelle benötigt werden.

Zyklisches Geschäft als zentrales Risiko

Cramer betonte jedoch auch die Kehrseite: „Die große Sorge besteht darin, dass Speicherchips historisch gesehen ein zyklisches Geschäft mit extremen Auf- und Abschwüngen waren. Wenn das Angebot schließlich mit der Nachfrage gleichzieht, möchte man nicht auf den Verlusten sitzen bleiben." Diese Warnung ist für Anleger besonders relevant, da der Speicherchip-Markt in der Vergangenheit immer wieder durch starke Überkapazitäten und anschließende Preiseinbrüche geprägt war.

Die jüngste Kursentwicklung unterstreicht diese Volatilität eindrücklich. Seit ihrem Höchststand am 25. Juni sind die Aktien von SK Hynix um rund 25 Prozent gefallen. Damit reihte sich das Unternehmen in einen breiteren Ausverkauf bei Speicherwerten ein, der trotz starker Gewinnberichte auch den koreanischen Tech-Konzern Samsung sowie das US-amerikanische Unternehmen Micron aus Idaho traf.

Für Anleger, die eine Investition in SK Hynix erwägen, hängt die Entscheidung laut Cramer letztlich von einer zentralen Frage ab: Hat die künstliche Intelligenz das notorisch zyklische Speichergeschäft dauerhaft verändert? Eine eindeutige Antwort darauf sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu geben. Für deutsche Privatanleger, die über ADRs in den südkoreanischen Chipriesen einsteigen möchten, kommen zudem Währungsrisiken und geopolitische Faktoren als zusätzliche Überlegungen hinzu.

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