SkyBridge setzt auf Volatilität: Bitcoin-Prognose bleibt trotz Kursrückgang optimistisch
Der alternative Vermögensverwalter SkyBridge Capital verlagert seinen Fokus auf Makrostrategien, da die politische Unsicherheit unter US-Präsident Donald Trump die Marktschwankungen befeuert. Gründer Anthony Scaramucci zeigt sich trotz des Bitcoin-Rückset

Der alternative Vermögensverwalter SkyBridge Capital reagiert auf die gestiegene Marktvolatilität mit einer strategischen Neuausrichtung. Wie Firmengründer Anthony Scaramucci am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos mitteilte, verlagert das Unternehmen seinen Investmentfokus verstärkt auf Makrostrategien. "Aufgrund der Volatilität haben die Makrohändler besser abgeschnitten", erklärte der bekannte Investor gegenüber Reuters.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut Offenlegungen vom September 2025 hat der SkyBridge Opportunity Fund seine Krypto-Gewichtung von 65 Prozent im März 2025 auf eine Makro-Gewichtung von 69 Prozent umgeschichtet. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender politischer Unsicherheit unter der Trump-Regierung.
Bitcoin bleibt langfristig attraktiv
Trotz der strategischen Verschiebung hält Scaramucci an seiner langfristigen Bitcoin-Überzeugung fest. Die größte Kryptowährung der Welt hatte im Oktober 2025 ein Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar erreicht, bevor ein massiver Einbruch folgte. Dieser führte zu Liquidationen von mehr als 19 Milliarden US-Dollar bei gehebelten Positionen – die größte Liquidation in der Geschichte der Kryptowährungen.
"Dies ist eher ein Timing-Problem als ein Richtungsproblem. Ich glaube nicht, dass sich die fundamentale Story für Bitcoin geändert hat", betonte Scaramucci. Aktuell notiert Bitcoin bei unter 90.000 US-Dollar, etwa 28 Prozent unter dem Rekordstand vom Oktober 2025.
Regulierung als Schlüsselfaktor
Der SkyBridge-Gründer räumte ein, dass seine ursprüngliche Prognose von 170.000 US-Dollar bis Ende 2025 zu optimistisch war. "Wir alle in der Bitcoin-Community waren übermäßig enthusiastisch hinsichtlich des Endes der repressiven Regulierung digitaler Vermögenswerte, und nichts davon ist eingetreten", erklärte er.
Derzeit werden mehrere wichtige Gesetzesinitiativen im US-Kongress beraten. Die Stablecoin-Gesetzgebung wurde bereits im Juli 2024 ratifiziert. Der sogenannte Clarity Act, der definieren würde, wann Krypto-Token als Wertpapiere, Rohstoffe oder andere Kategorien einzustufen sind, wird aktuell im US-Senat diskutiert.
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Trotz der Rückschläge zeigt sich Scaramucci für die Zukunft zuversichtlich. "Ich würde Bitcoin gerne wieder bei 125.000 bis 150.000 US-Dollar sehen", sagte er. Gleichzeitig räumte er ein: "Aber es ist Bitcoin... es macht, was es will."
Für das laufende Jahr gibt sich der Investor "vorsichtig optimistisch" und prognostiziert: "Ich denke, wir werden ein ordentliches Jahr haben." Die Kombination aus Makrostrategien und selektiven Krypto-Investments soll SkyBridge Capital dabei helfen, von der anhaltenden Marktvolatilität zu profitieren.


