Slate Auto: Elektro-Pickup ohne Radio ab 24.950 Dollar
Das von Jeff Bezos unterstützte Startup Slate Auto will mit einem spartanischen Elektro-Truck den US-Automarkt aufmischen.

Ein neues Automobil-Startup wagt einen ungewöhnlichen Schritt gegen den Trend: Slate Auto, ein in Michigan ansässiger Hersteller, bringt noch in diesem Jahr einen vollelektrischen Kompakt-Pickup auf den Markt – zum Einstiegspreis von 24.950 Dollar. Das Besondere daran: Das Fahrzeug ist bewusst spartanisch gehalten und kommt mit Kurbelfenstern und ohne Radio.
Hinter dem Unternehmen steht kein Geringerer als Amazon-Gründer Jeff Bezos, der das Startup finanziell unterstützt. CEO Peter Faricy zeigte sich beim Produktionsstart optimistisch: „Ein US-Automobilhersteller kann ein erschwingliches Fahrzeug bauen – und nicht nur ein erschwingliches Fahrzeug, sondern ein erschwingliches Fahrzeug, das die Menschen lieben."
Ein Markt mit kaum Alternativen
Der Zeitpunkt für das Vorhaben ist nicht zufällig gewählt. Amerikanische Autokäufer haben derzeit nur noch acht Neuwagenmodelle unter 25.000 Dollar zur Auswahl. Die etablierten Automobilhersteller warnen seit Jahren, dass es schwierig, wenn nicht gar unmöglich sei, mit so günstigen Fahrzeugen nennenswerte Gewinne zu erzielen. Slate will genau diesen Pessimismus widerlegen.
Kompakte Pickups dieser Art sind in den USA seit über einem Jahrzehnt von den Straßen verschwunden. Der Markt wird heute von großen, teuren Modellen dominiert, die für viele Käufer schlicht unerschwinglich geworden sind. Slate setzt darauf, dass die Frustration über hohe Autopreise groß genug ist, damit Verbraucher auch auf Komfortmerkmale wie elektrische Fensterheber oder ein Infotainmentsystem verzichten.
Zweisitzer mit Elektroantrieb
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Zur AktienanalyseDer Slate-Truck ist als Zweisitzer konzipiert und richtet sich damit an ein klar definiertes Käuferpublikum – etwa Handwerker, Landwirte oder preisbewusste Stadtbewohner, die ein funktionales Nutzfahrzeug suchen. Die Kombination aus Elektroantrieb und minimalem Ausstattungsumfang soll die Produktionskosten niedrig halten und den günstigen Verkaufspreis ermöglichen.
Für den deutschen Markt ist das Fahrzeug vorerst nicht vorgesehen, doch das Konzept ist auch hierzulande relevant: Angesichts steigender Fahrzeugpreise und einer wachsenden Nachfrage nach bezahlbarer Elektromobilität beobachten Branchenexperten weltweit, ob das Slate-Modell tatsächlich wirtschaftlich tragfähig ist. Gelingt dem Startup der Beweis, könnte das Signalwirkung für die gesamte Branche haben.

