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Slowenien als Radsport-Destination: Lohnt sich die Reise wirklich?

Dank Tour-de-France-Sieger Tadej Pogačar rückt Slowenien als Radsport-Ziel in den Fokus europäischer Radreisender.

Slowenien als Radsport-Destination: Lohnt sich die Reise wirklich?

Slowenien hat sich in den vergangenen Jahren still und leise zu einem der spannendsten Radsport-Reiseziele Europas entwickelt. Der wachsende Ruf des kleinen Landes, begünstigt durch den amtierenden Tour-de-France-Sieger Tadej Pogačar, lockt immer mehr Radbegeisterte an – als Alternative zu den etablierten Hotspots wie den Dolomiten oder dem Baskenland. Ein Erfahrungsbericht aus erster Hand zeigt, was Slowenien wirklich zu bieten hat.

Ausgangspunkt für eine fünftägige Gruppenradreise ist Bled, eine Stadt am See am Rande des Nationalparks Triglav. Von dort aus sind sowohl hohe Alpenpässe als auch ruhige, hügelige Straßen leicht erreichbar. Die Landschaft ist beeindruckend, der Straßenbelag im Allgemeinen hervorragend – und die Infrastruktur für Radfahrer ist besonders gut ausgebaut.

Speziell angelegte Radwege und historische Pässe

Bereits wenige Minuten nach dem Verlassen von Bled führen spezielle asphaltierte Radwege, die vollständig vom Autoverkehr getrennt sind, kilometerweit durch die Täler. Viele dieser Wege verlaufen entlang ehemaliger Bahnlinien und bieten sanfte Steigungen – nach Einschätzung erfahrener Radfahrer gehören sie zu den besten, die sie je befahren haben.

Der zweite Tag bringt eine 180 Kilometer lange Runde mit rund 3.700 Höhenmetern, die auch einen Abschnitt in Italien einschließt. Über Kranjska Gora und den leuchtend türkisfarbenen Jasna-See geht es hinauf zum ikonischen Vršič-Pass: 50 nummerierte Kehren, von denen 24 noch mit historischem Kopfsteinpflaster belegt sind. Die Straße wurde während des Ersten Weltkriegs von Kriegsgefangenen erbaut; eine Lawine im Frühjahr 1916 begrub Hunderte von Männern. Eine kleine Holzkapelle an Kehre acht erinnert noch heute an die Opfer.

Weiter geht es zum Mangart, einem der berühmtesten und anspruchsvollsten Anstiege Sloweniens. Die letzten 12 Kilometer zum Mangartsattel bilden eine Stichstraße, die fast 1.000 Höhenmeter bis zum höchsten asphaltierten Punkt Sloweniens auf 2.055 Metern ansteigt. Da dieser Abschnitt für den Verkehr gesperrt ist, herrscht auf dem Berg eine bemerkenswerte Stille – trotz Sonnenschein im Juni liegt noch Schnee am Straßenrand.

Vielfalt jenseits der Alpenpässe

Nach einem Regentag, der zur Erholung genutzt wird, führt die Route über das Pokljuka-Plateau in den Nationalpark Triglav. Fichtenwälder weichen alpinen Wildblumenwiesen und malerischen Dörfern. Ein Zwischenstopp im kleinen Skigebiet Soriška Planina bietet die Gelegenheit, Štruklji zu probieren – ein traditionelles slowenisches Gericht aus gerollten Teigtaschen, gefüllt mit Hüttenkäse und Preiselbeeren.

Der letzte Tag führt südöstlich nach Komenda, in die Nähe der Heimatstadt von Tadej Pogačar. Jeden Sommer findet dort die sogenannte „Pogi Challenge" statt – eine Wohltätigkeitsfahrt, bei der Teilnehmer versuchen, den Champion am Anstieg zum nahe gelegenen Skigebiet Krvavec auf Distanz zu halten. Die hügeligen Straßen durch goldene Weizenfelder bilden nach den Tagen in den Bergen einen entspannten Abschluss.

Praktische Informationen zur Reise

Die beschriebene Reise wurde mit dem Veranstalter Sporta Bike+ durchgeführt. Das Paket für die fünftägige Gruppenradreise umfasst:

  • Vier Übernachtungen im Vier-Sterne-Hotel Savica Garni
  • Frühstück und Abendessen
  • Flüge und private Flughafentransfers inklusive Fahrradkoffern
  • Vollständig unterstützte Fahrt mit Begleitfahrzeug

Die Preise beginnen bei 1.095 britischen Pfund pro Person. Was Teilnehmer am meisten beeindruckt: die Vielfalt der Strecken – anspruchsvolle Anstiege der Julischen Alpen im Gleichgewicht mit ruhigeren Straßen und offener Landschaft, kombiniert mit einer der besten Radsport-Infrastrukturen Europas.

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