ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

SMIC-Aktie fällt 4%: Chipfertiger warnt vor Margendruck trotz Kapazitätsausbau

Chinas größter Halbleiterhersteller investiert massiv, doch steigende Abschreibungen belasten die Profitabilität erheblich.

SMIC-Aktie fällt 4%: Chipfertiger warnt vor Margendruck trotz Kapazitätsausbau

Die Hongkonger Aktien von Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) verzeichneten am Mittwoch einen Kursverlust von fast 4%. Der chinesische Chipfertiger hatte zuvor für das laufende Quartal ein stagnierendes Umsatzwachstum prognostiziert und vor einem drastischen Anstieg der Abschreibungskosten gewarnt.

SMIC rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Abschreibungen um 30% gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist eine direkte Folge der massiven Investitionen in neue Produktionskapazitäten. "Wir haben die Investitionsausgaben auf einem hohen Niveau gehalten, was zwar zu einem schnellen Umsatzwachstum führte, aber auch einen erheblichen Abschreibungsdruck auf die Bruttomargen ausübte", erklärte Co-CEO Zhao Haijun während der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen.

Der Kapazitätsausbau erfolgt vor dem Hintergrund einer starken Nachfrage chinesischer Chipdesigner. SMIC versucht, von der zunehmenden Lokalisierung der Halbleiterproduktion in China zu profitieren. Die chinesische Regierung fördert aktiv den Aufbau einer unabhängigen Chipindustrie, was heimischen Herstellern wie SMIC zugute kommt.

Spagat zwischen Wachstum und Profitabilität

Die aktuelle Situation zeigt das Dilemma vieler Halbleiterhersteller: Einerseits müssen sie massiv in neue Kapazitäten investieren, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Andererseits belasten die damit verbundenen Abschreibungen die Gewinnmargen erheblich. Für das laufende Quartal erwartet SMIC ein Umsatzwachstum von nahezu null Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die schwache Kursentwicklung spiegelt die Sorgen der Investoren wider, dass die Profitabilität des Unternehmens kurzfristig unter Druck bleiben könnte. Langfristig könnte sich die Investitionsstrategie jedoch auszahlen, wenn SMIC seine Position als führender chinesischer Chipfertiger weiter festigt und von der wachsenden heimischen Nachfrage profitiert.

Für deutsche Anleger ist SMIC ein interessanter Indikator für die Entwicklung der chinesischen Halbleiterindustrie. Das Unternehmen steht stellvertretend für Chinas Bestreben, technologisch unabhängiger zu werden – ein Trend, der auch europäische Chipzulieferer betrifft.

SMICHalbleiterChipfertigungChinaAbschreibungenBruttomargenSemiconductor Manufacturing

Disclaimer