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SoftBank-Aktie auf Einmonatstief: OpenAI-IPO-Unsicherheit belastet KI-Wette

Berichte über eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs auf 2027 schicken SoftBank-Aktien auf Talfahrt.

SoftBank-Aktie auf Einmonatstief: OpenAI-IPO-Unsicherheit belastet KI-Wette

Die Aktien der SoftBank Group Corp. sind am Montag um mehr als 5 Prozent gefallen und haben damit den starken Ausverkauf der Vorwoche fortgesetzt. Das Papier sank um bis zu 5,3 Prozent auf 5.899 Yen und notierte damit auf dem niedrigsten Stand seit über einem Monat. Auslöser ist die wachsende Unsicherheit über den geplanten Börsengang von OpenAI.

Bereits am Freitag war die SoftBank-Aktie um mehr als 12 Prozent eingebrochen. Hintergrund waren Medienberichte, wonach OpenAI sein lang erwartetes Börsendebüt möglicherweise verschieben könnte. Damit summieren sich die Verluste innerhalb weniger Handelstage auf ein erhebliches Ausmaß.

OpenAI-Börsengang könnte auf 2027 verschoben werden

Laut Berichten, die sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berufen, erwägt OpenAI, seinen IPO auf das Jahr 2027 oder sogar noch später zu verschieben. Berater des Unternehmens sind demnach besorgt, dass die aktuellen Marktbedingungen die angestrebte Bewertung des KI-Unternehmens nicht stützen könnten. OpenAI-Chef Sam Altman zögert den Berichten zufolge, eine Notierung zu einer niedrigeren Bewertung anzustreben.

Für SoftBank hätte eine solche Verzögerung weitreichende Konsequenzen. Der japanische Technologie-Investmentkonzern hat sich durch eine Reihe von Finanzierungsrunden und Zusagen für KI-Infrastruktur zu einem der größten Investoren von OpenAI entwickelt. Ein späterer Börsengang würde ein wichtiges Liquiditätsereignis hinauszögern, von dem sich Anleger erhofft hatten, dass es den Wert der SoftBank-Beteiligung konkretisieren würde.

Masayoshi Son hält an KI-Optimismus fest

Der jüngste Kursrückgang markiert eine deutliche Kehrtwende für SoftBank, dessen Aktien in diesem Jahr aufgrund des Optimismus im Bereich der künstlichen Intelligenz und der aggressiven Investitionsstrategie von Gründer Masayoshi Son kräftig zugelegt hatten. Son wies vergangene Woche Spekulationen zurück, wonach die KI-Bewertungen Blasen-Niveau erreicht hätten. Er argumentierte, dass sich die Technologie noch in einem frühen Stadium befinde und erhebliches langfristiges Wachstumspotenzial biete.

Der Ausverkauf bei SoftBank steht jedoch nicht allein. Er spiegelt eine allgemeinere Vorsicht gegenüber KI-bezogenen Unternehmen wider. Anleger bewerten zunehmend kritisch, ob die hohen Bewertungen im KI-Sektor gerechtfertigt sind und wann großflächige Investitionen in die KI-Infrastruktur tatsächlich Renditen abwerfen werden.

Für deutsche Privatanleger, die SoftBank als indirektes Investment in den KI-Boom betrachten, verdeutlicht die aktuelle Entwicklung die Risiken dieser Strategie. Die Abhängigkeit des Konzerns von einem einzigen Liquiditätsereignis wie dem OpenAI-IPO macht die Aktie besonders anfällig für Nachrichten rund um den Börsengang des US-amerikanischen KI-Unternehmens. Solange Unsicherheit über den Zeitplan besteht, dürfte die Volatilität bei SoftBank hoch bleiben.

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