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S&P 500 auf Rekordhoch: Chip-Aktien treiben US-Börsen an

Nach dem Memorial-Day-Feiertag starten die US-Märkte stark – Micron und Marvell Technology mit zweistelligen Kursgewinnen.

S&P 500 auf Rekordhoch: Chip-Aktien treiben US-Börsen an

Die US-Aktienmärkte haben zum Auftakt der verkürzten Handelswoche kräftig zugelegt. Der S&P 500 markierte dabei ein neues Allzeithoch, angetrieben von starken Gewinnen im Halbleitersektor. Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um rund 1%, der S&P 500 legte 0,7% zu, während der Dow Jones Industrial Average um 0,3% zulegte.

Besonders auffällig waren die Kursgewinne bei Chip-Aktien. Micron Technology (MU) schoss um 14% in die Höhe, Marvell Technology (MRVL) gewann rund 8%. Damit setzten sich die Halbleiterwerte erneut an die Spitze der Marktbewegung – ein Sektor, der in den vergangenen Monaten immer wieder als Wachstumstreiber an den US-Börsen fungiert hat.

Starke Vorwoche als Rückenwind

Bereits die vergangene Handelswoche verlief positiv für die US-Indizes. Der Dow Jones schloss auf einem Rekordhoch, und der S&P 500 verzeichnete die achte Woche in Folge mit Kursgewinnen. Maßgeblich dazu beigetragen hatte Dell Technologies (DELL), dessen Aktie um 17% gestiegen war. Am frühen Dienstag legte Dell weitere 3% zu.

Die Nvidia-Aktie (NVDA), die am Freitag noch um fast 2% gefallen war und damit die Verlierer im Dow angeführt hatte, tendierte zu Handelsbeginn am Dienstag wieder etwas fester. Auch die meisten anderen Mitglieder der sogenannten „Magnificent Seven" – der Gruppe der sieben größten US-Technologiekonzerne – notierten höher, nachdem sie die letzte Sitzung noch uneinheitlich beendet hatten.

Ölmarkt reagiert auf widersprüchliche Signale aus dem Nahen Osten

Uneinheitlich zeigte sich hingegen der Ölmarkt. Widersprüchliche Signale aus den USA und dem Iran bezüglich eines möglichen Friedensabkommens sorgten für Verunsicherung. Die Futures für West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, fielen um fast 4% auf 93 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund war eine Aussage von Präsident Trump auf Truth Social, wonach die Friedensgespräche „gut vorankommen".

Allerdings griffen die USA in der Folge zwei iranische Schiffe an, die laut US-Angaben versuchten, Minen in der Straße von Hormus zu legen. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel. Die meistgehandelten Kontrakte für Brent-Rohöl, die globale Benchmark, stiegen daraufhin um mehr als 3% auf 99 US-Dollar pro Barrel.

Anleiherenditen und Gold im Blick

Am Rentenmarkt entspannte sich die Lage etwas. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel unter 4,49%, nachdem sie am Freitag noch über 4,56% geschlossen hatte. Die Anleiherenditen beeinflussen maßgeblich die Zinssätze für Hypotheken und andere Verbraucherkredite – ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Stimmung. Sowohl Aktien- als auch Rentenmärkte waren am Montag wegen des Memorial-Day-Feiertags geschlossen.

Die Gold-Futures zeigten sich bei 4.520 US-Dollar pro Unze kaum verändert. Der Goldpreis gilt traditionell als Barometer für die Risikobereitschaft der Anleger und die Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve.

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