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S&P 500 durchbricht 7.000-Punkte-Marke: Meta glänzt, Microsoft enttäuscht

Fed lässt Zinsen unverändert, während Tech-Riesen unterschiedliche Wege einschlagen. Ölpreise steigen wegen Iran-Spannungen.

S&P 500 durchbricht 7.000-Punkte-Marke: Meta glänzt, Microsoft enttäuscht

Die globalen Finanzmärkte zeigen sich trotz einer Flut an Nachrichten aus Unternehmensbilanzen, Währungsschwankungen und geopolitischen Spannungen erstaunlich robust. Der S&P 500 durchbrach am Mittwoch kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten und könnte dieses Niveau bald wieder erreichen.

Die US-Notenbank Federal Reserve ließ die Zinsen erwartungsgemäß unverändert. Fed-Chef Jerome Powell sprach von einem "sich klar verbessernden" Wirtschaftsausblick und zeigte sich gelassen bezüglich der Belastungen am Arbeitsmarkt und der über dem Ziel liegenden Inflation. Eine erneute Zinssenkung dürfte nach seinen Aussagen erst zur Jahresmitte erfolgen. Powell, dessen Amtszeit als Fed-Vorsitzender im Mai endet, hielt sich bedeckt zu Fragen über seine Zukunft und die von der Trump-Administration eingeleitete strafrechtliche Untersuchung.

Tech-Giganten auf unterschiedlichen Wegen

Die Berichtssaison der Megacaps offenbarte am Mittwoch deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Tech-Riesen. Meta-Aktien schossen um bis zu 10 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine massive Steigerung der Kapitalausgaben um 73 Prozent für dieses Jahr ankündigte. Der Konzern setzt damit voll auf den KI-Boom.

Microsoft hingegen enttäuschte die Anleger mit schwächeren Ergebnissen im Cloud-Computing-Geschäft. Die Aktie gab um mehr als 6 Prozent nach. Tesla konnte dagegen um 2 Prozent zulegen, da der E-Auto-Hersteller den Fokus von den nachlassenden Fahrzeugverkäufen auf KI-Investitionen und autonome Robotaxis verlagerte. Für deutsche Anleger besonders spannend: Apple wird seine Quartalszahlen später am Donnerstag vorlegen.

Ölpreise steigen wegen Iran-Krise

Neben den Unternehmenszahlen rücken zunehmend geopolitische Risiken in den Fokus der Märkte. Die Rohöl-Benchmarks stiegen am Donnerstag um mehr als 1 Prozent, nachdem sich die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärften. Präsident Trump drohte mit weiteren Maßnahmen gegen Teheran.

Die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen steigen weiter leicht an. Analysten beobachten aufmerksam, wie sich die Kombination aus steigenden Energiepreisen und der abwartenden Haltung der Fed auf die Inflationserwartungen auswirken wird. Für europäische Investoren könnte zudem ein stärkerer Euro die Exportchancen belasten.

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