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S&P 500 und Nasdaq erholen sich – Ölpreise auf Kriegstief

US-Aktienmärkte stabilisieren sich nach zweitägigem Ausverkauf, während Chip- und Speicheraktien zulegen und Rohöl stark fällt.

S&P 500 und Nasdaq erholen sich – Ölpreise auf Kriegstief

Die US-Aktienmärkte tendierten am Mittwoch im frühen Handel fester. Nach einem zweitägigen Ausverkauf stabilisierten sich vor allem Technologiewerte, während die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Krieges mit dem Iran fielen.

Der technologielastige Nasdaq Composite stieg am Mittwochmorgen um 0,5 Prozent, der Referenzindex S&P 500 legte um 0,4 Prozent zu. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete ein moderates Plus von 0,1 Prozent.

Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes allesamt deutliche Verluste erlitten. Auslöser waren wachsende Sorgen über Zinssätze und Bewertungen, die insbesondere Speicher- und Chipaktien unter Druck gesetzt hatten.

Chip- und Speicheraktien stabilisieren sich

Micron Technology (MU), deren Aktie am Vortag um 13 Prozent eingebrochen war, notierte vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen nach Börsenschluss rund 1 Prozent im Plus. Sandisk (SNDK) gewann ebenfalls 1 Prozent, während Western Digital (WDC) um 2 Prozent nachgab.

Die sogenannten „Magnificent Seven" – die sieben größten US-Technologiekonzerne nach Marktkapitalisierung – legten auf breiter Front zu. Alphabet (GOOG) und Amazon (AMZN) führten die Gruppe mit einem Plus von jeweils mehr als 1 Prozent an.

Deutlich schlechter entwickelte sich hingegen Cerebras (CBRS): Die Aktie des KI-Chip-Entwicklers brach um 11 Prozent ein. Auslöser war der erste Quartalsbericht des Unternehmens als börsennotiertes Unternehmen, in dem Cerebras prognostizierte, dass sich die Bruttomargen im laufenden Quartal um bis zu 10 Prozentpunkte verengen könnten. Auch FedEx (FDX) gab nach, obwohl die Quartalsergebnisse die Schätzungen der Wall Street übertrafen.

Alphabet ersetzt Verizon im Dow Jones

S&P Global gab am späten Dienstag bedeutende Änderungen an seinen wichtigsten Aktienindizes bekannt. Alphabet wird Verizon (VZ) im Blue-Chip-Index Dow Jones Industrial Average ersetzen – die Änderung tritt zum kommenden Montag in Kraft. Zudem wird Honeywell Aerospace, das vom Industriekonzern Honeywell (HON) abgespalten wird, ab nächster Woche das Lebensmittelunternehmen Conagra Brands (CAG) im S&P 500 ersetzen.

Ölpreise fallen auf Mehrmonatstief

Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt fort und erreichten den niedrigsten Stand seit Beginn des Krieges mit dem Iran. Die Futures für West Texas Intermediate (WTI), die US-Referenzsorte, fielen um mehr als 3 Prozent auf 70,50 US-Dollar pro Barrel – nur wenige Dollar über dem Vorkriegspreis. Brent-Rohöl, die globale Benchmark, verlor ebenfalls rund 3 Prozent und notierte bei etwa 74 US-Dollar.

Am Anleihemarkt fiel die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf zuletzt 4,43 Prozent, nach 4,50 Prozent am Vortag. Die Rendite der 2-jährigen Anleihen, ein wichtiger Indikator für Zinserwartungen, blieb mit 4,16 Prozent nahe ihrem diesjährigen Höchststand.

Bitcoin und Gold unter Druck

Bitcoin notierte zuletzt bei 62.100 US-Dollar und damit deutlich unter den Höchstständen von über 65.000 US-Dollar zu Beginn der Woche. Gold-Futures fielen um mehr als 3 Prozent auf 3.985 US-Dollar pro Feinunze – das Edelmetall steuert damit auf seinen niedrigsten Jahresschlusskurs zu. Der US-Dollar-Index, der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb ausländischer Währungen abbildet, stieg um 0,4 Prozent auf 101,80.

Im Fokus der Anleger bleibt Micron Technology, das am Mittwoch seine Quartalsergebnisse vorlegen wird. Die Zahlen gelten als nächster großer Test für die KI-Rallye an den Märkten. Die Micron-Aktie hatte am Dienstag bei 1.051 US-Dollar geschlossen, nachdem sie zu Wochenbeginn noch ein Rekordhoch erreicht hatte.

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