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S&P senkt China-Immobilienprognose drastisch: Verkäufe brechen weiter ein

Die Krise am chinesischen Immobilienmarkt verschärft sich weiter. S&P Global Ratings hat seine Prognose für 2026 bereits nach zwei Monaten nach unten korrigiert und erwartet nun einen Rückgang der Immobilienverkäufe um bis zu 14 Prozent. Besonders alarmie

S&P senkt China-Immobilienprognose drastisch: Verkäufe brechen weiter ein

S&P Global Ratings hat seine Einschätzung für den chinesischen Immobilienmarkt deutlich verschlechtert. Die Ratingagentur rechnet nun mit einem Rückgang der Erstverkäufe um 10 bis 14 Prozent im laufenden Jahr – eine deutliche Korrektur gegenüber der im Oktober prognostizierten Spanne von 5 bis 8 Prozent.

Dramatischer Absturz seit 2021

Der einstige Motor der chinesischen Wirtschaft hat in nur vier Jahren die Hälfte seines Verkaufsvolumens verloren. Während 2021 noch Immobilien im Wert von 18,2 Billionen Yuan (2,5 Billionen Euro) verkauft wurden, brachen die Verkäufe 2025 auf nur noch 8,4 Billionen Yuan (1,21 Billionen Dollar) ein – ein Minus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auslöser der Krise war Pekings hartes Durchgreifen gegen die exzessive Verschuldung der Immobilienentwickler. Der Sektor machte einst mehr als ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung aus, doch die Nachfrage der Verbraucher nach Wohneigentum ist trotz zahlreicher Stimulierungsmaßnahmen nicht zurückgekehrt.

Preisverfall erreicht Top-Metropolen

Besonders besorgniserregend ist laut S&P die Entwicklung in Chinas größten Städten. Im vierten Quartal 2025 beschleunigte sich der Preisverfall in Peking, Guangzhou und Shenzhen, wo die Immobilienpreise um mindestens 3 Prozent fielen. "Zuvor betrachteten wir diese Märkte als gesund und als wahrscheinlichen Ausgangspunkt für eine landesweite Erholung", heißt es im aktuellen Bericht.

Einzig Shanghai konnte sich dem Abwärtstrend entziehen und verzeichnete 2025 einen Preisanstieg von 5,7 Prozent gegenüber 2024. Dies reicht jedoch nicht aus, um den landesweiten Trend umzukehren.

Überkapazitäten trotz Absatzkrise

Trotz des dramatischen Nachfragerückgangs haben die Bauträger die Bautätigkeit weitgehend aufrechterhalten. Dies führte laut S&P zum sechsten Jahr in Folge zu einem Überhang an fertiggestellten, aber unverkauften Neubauten. Ökonomen warnen seit Jahren vor massiven Überkapazitäten am chinesischen Immobilienmarkt.

Entwickler unter Druck

Die anhaltende Krise setzt die Immobilienentwickler massiv unter Druck. S&P warnt, dass vier der zehn bewerteten chinesischen Bauträger von Herabstufungen bedroht sein könnten, sollten die Verkäufe 10 Prozentpunkte unter das Basisszenario fallen. China Vanke, einst einer der größten Entwickler des Landes, musste bereits Ende 2025 um einen Zahlungsaufschub für einen Teil seiner Schulden bitten.

Fokus auf Hochtechnologie statt Immobilien

Die chinesische Regierung hat bisher keine nennenswerten neuen Hilfsmaßnahmen für den Immobiliensektor angekündigt. Stattdessen konzentriert sich Peking verstärkt auf die Förderung von Hochtechnologie-Branchen. Laut dem US-Forschungsunternehmen Rhodium Group reicht dieser Vorstoß jedoch nicht aus, um den Einbruch am Immobilienmarkt zu kompensieren.

Dies macht die chinesische Wirtschaft abhängiger von Exporten und anfälliger für internationale Handelsspannungen – ein Risikofaktor, der angesichts globaler Unsicherheiten an Bedeutung gewinnt. Bei der Parlamentssitzung im März werden die Spitzenpolitiker voraussichtlich die wirtschaftlichen Ziele für 2026 bekanntgeben.

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