SpaceX-Aktie fällt erstmals unter den IPO-Ausgabepreis von 135 Dollar
Nur wenige Wochen nach dem größten Börsengang aller Zeiten gerät die SpaceX-Aktie unter Druck und unterschreitet kurzzeitig ihren Ausgabepreis.

Die Aktien von SpaceX sind am Mittwoch erstmals unter ihren IPO-Preis von 135 US-Dollar gefallen. Im Mittagshandel gaben die Papiere um mehr als 2,5 Prozent auf 132,15 Dollar nach – ein deutliches Zeichen für das schwindende Interesse am größten Börsengang aller Zeiten. Zum Handelsschluss erholten sich die Aktien jedoch wieder und beendeten die Sitzung bei 135,27 Dollar, was einem Tagesminus von weniger als 1 Prozent entsprach.
Der technologielastige Nasdaq Composite zeigte sich am selben Tag ebenfalls schwächer und verlor rund 0,2 Prozent. Technologieaktien insgesamt präsentierten sich im vergangenen Monat volatil, was den Druck auf neu gelistete Werte wie SpaceX zusätzlich verstärkte.
Starkes Debüt, schwieriger Monat
SpaceX hatte an seinem ersten Handelstag am 12. Juni einen beeindruckenden Start hingelegt: Die Aktien stiegen um 19 Prozent und verliehen dem Raketenbauer von Elon Musk einen Marktwert von 2,1 Billionen US-Dollar. Seitdem gab der Kurs jedoch schrittweise nach – trotz der Aufnahme des Titels in den renommierten Nasdaq-100-Index, die normalerweise als Kursstütze gilt.
Der Rückgang unter den Ausgabepreis ist für viele Anleger ein psychologisch wichtiges Signal. Der Ausgabepreis gilt als Referenzpunkt für die ursprüngliche Bewertung eines Unternehmens beim Börsengang und wird von Investoren genau beobachtet.
Kein Einzelfall: Arm Holdings als Vergleich
SpaceX ist bei Weitem nicht das erste prominente Unternehmen, das kurz nach dem Börsengang unter seinen Emissionspreis fällt. Der britische Chipdesigner Arm Holdings erlebte ein ähnliches Schicksal: Etwa eine Woche nach seinem vielbeachteten Debüt im Jahr 2023 rutschten die Aktien unter den Ausgabepreis von 51 Dollar. Langfristig konnte sich Arm jedoch eindrucksvoll erholen – am Dienstag schloss die Aktie bei rund 281 Dollar.
Dieses Beispiel zeigt, dass ein kurzfristiger Rückgang unter den Ausgabepreis nicht zwingend ein schlechtes Langzeitzeichen sein muss. Dennoch mahnen Experten zur Vorsicht bei frisch gelisteten Titeln.
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Zur AktienanalyseHistorische IPO-Daten geben zu denken
Laut Daten von Jay Ritter, Finanzprofessor an der University of Florida, weisen mehr als 70 Prozent aller Börsengänge aus den Jahren 1974 bis 2021 eine negative Dreijahresrendite gegenüber ihrem Ausgabepreis auf. Diese Statistik verdeutlicht, wie schwierig es für neu gelistete Unternehmen ist, ihren anfänglichen Bewertungsaufschlag langfristig zu rechtfertigen.
Für deutsche Privatanleger, die an SpaceX interessiert sind, bleibt die Situation damit zweischneidig: Einerseits handelt es sich um eines der innovativsten Raumfahrtunternehmen der Welt mit einem enormen Marktwert. Andererseits zeigt die Geschichte der Börsengänge, dass Geduld und ein langer Anlagehorizont bei IPO-Investments besonders wichtig sind.


