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SpaceX-Aktie: Wie Altersvorsorge-Sparer bereits investiert sind

Viele Anleger besitzen SpaceX-Anteile über Fonds in ihrer Altersvorsorge – oft ohne es zu wissen.

SpaceX-Aktie: Wie Altersvorsorge-Sparer bereits investiert sind

Seit dem Börsengang von SpaceX an der Nasdaq hat die Aktie des Luft-, Raumfahrt- und Satellitenkommunikationsunternehmens um mehr als 30 Prozent zugelegt. Wer die Aktie nicht beim IPO oder in den ersten Handelstagen erworben hat, fragt sich nun möglicherweise, ob er seine Chance verpasst hat. Doch viele Sparer sind bereits investiert – ohne es zu wissen.

Zahlreiche professionell verwaltete, aktiv gemanagte Fonds halten bereits SpaceX-Anteile. Dazu gehören Fonds, die in 401(k)-Plänen, IRAs oder Brokerage-Konten enthalten sind – Anlageformen, die in den USA weit verbreitet sind und mit deutschen Konzepten wie der betrieblichen Altersvorsorge oder dem Depot bei einer Direktbank vergleichbar sind.

Große Fondsgesellschaften mit SpaceX-Positionen

Besonders bedeutsam ist die Beteiligung von FMR, der Muttergesellschaft von Fidelity Investments – dem landesweit größten Anbieter von 401(k)-Plänen in den USA. Laut S&P-Daten hält FMR 0,98 Prozent der bestehenden SpaceX-Aktien, verteilt über 46 Fidelity-Fonds. Die Baron Capital Group hält 0,21 Prozent der ausstehenden Aktien in sieben Fonds. Auch Franklin Resources, BlackRock und Neuberger Berman sind über mehrere Fonds an SpaceX beteiligt.

Besonders hohe Konzentrationen finden sich bei einigen aktiven Fonds: Laut aktuellen Morningstar-Daten halten acht aktive Fonds – darunter Investmentfonds, ETFs und geschlossene Fonds – SpaceX-Positionen, die mehr als 10 Prozent ihres Nettoinventarwerts ausmachen. Vier Baron-Fonds stechen dabei besonders hervor: Bei ihnen macht SpaceX 20 Prozent oder mehr des Fondsvermögens aus.

Bald auch in passiven Indexfonds vertreten

Noch sind es vor allem aktiv gemanagte Fonds, die SpaceX halten. Das wird sich jedoch in den kommenden Wochen ändern. SpaceX soll in zwei wichtige Aktienindizes aufgenommen werden, die kürzlich Richtlinien zur beschleunigten Aufnahme von Mega-IPOs eingeführt haben.

Der Russell 1000 kann einen massiven Börsengang bereits nach nur fünf Handelstagen aufnehmen – für SpaceX wäre das der Donnerstag nach Börsenschluss. Der Nasdaq-100 nimmt eine Aktie nach 15 Handelstagen auf, in diesem Fall am 6. Juli. Sobald SpaceX in diesen Indizes vertreten ist, wird die Aktie automatisch in alle Investmentfonds und ETFs aufgenommen, die diese Benchmarks abbilden – einschließlich der Indexfonds in vielen betrieblichen Altersvorsorgesystemen.

Da SpaceX an der Nasdaq mit einem geringen Anteil an öffentlich gehandelten Aktien – dem sogenannten Freefloat – notiert ist, wird der anfängliche Einfluss und das Gesamtgewicht in diesen Benchmark-Indizes laut Experten zunächst bescheiden ausfallen. Dennoch bedeutet die Indexaufnahme: Wer einen entsprechenden Indexfonds oder ETF besitzt, besitzt künftig auch SpaceX.

Was Anleger jetzt tun sollten

Finanzexperten empfehlen Anlegern, ihre Fondspositionen genau zu prüfen. Der zertifizierte Finanzplaner Nathan Nicholaisen von Redspire Wealth Management in Des Moines, Iowa, betont die Bedeutung von Bewusstsein: „Ich denke, der erste Schritt ist schlicht das Bewusstsein dafür." Er rät Anlegern, sich zu fragen: „Fühlen Sie sich mit diesem Risikoniveau wohl, basierend darauf, wie viel Sie investiert haben und was Ihre langfristigen Ziele sind?"

Nicholaisen weist darauf hin, dass einige Anleger mit einem hohen SpaceX-Anteil im Portfolio einverstanden sein könnten – andere hingegen nicht. Entscheidend sei, die eigene Risikobereitschaft zu kennen und die Zusammensetzung der eigenen Fonds aktiv im Blick zu behalten. Für deutsche Privatanleger, die über internationale ETFs oder aktiv gemanagte Fonds in US-Werte investieren, gilt dasselbe: Ein Blick in die Fondszusammensetzung lohnt sich – gerade bei einem so dynamischen Neuzugang wie SpaceX.

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