ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

SpaceX-Börsengang: Experten warnen vor massiver Überbewertung der Aktie

SpaceX debütierte an der Nasdaq mit einem Kurssprung von 19 % – doch Analysten sehen die Aktie als deutlich überbewertet.

SpaceX-Börsengang: Experten warnen vor massiver Überbewertung der Aktie

Wenige Tage nach dem Börsengang von Elon Musks SpaceX an der Nasdaq ist die Euphorie unter Anlegern groß – doch Experten mahnen zur Vorsicht. Die Aktie schloss am ersten Handelstag bei 161 US-Dollar, was einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar entspricht. Der Börsengang katapultierte Gründer Elon Musk zum ersten Billionär der Welt und zog zahlreiche Privatanleger an.

Doch hinter dem glänzenden Debüt verbergen sich erhebliche Bewertungsbedenken. Steve Westly, Gründer und geschäftsführender Partner der Westly Group sowie ehemaliges Vorstandsmitglied von Musks Tesla, betonte im CNBC-Interview bei „Squawk Box Asia", dass das Unternehmen nun schnell Ergebnisse liefern müsse. Der Optimismus der Anleger allein reiche nicht aus – SpaceX stehe unter Druck, seine ambitionierten Versprechen in bare Zahlen umzuwandeln.

Bewertung weit über dem Marktdurchschnitt

Besonders kritisch äußerte sich Matthew Maley, Chef-Marktstratege bei der Vermögensverwaltungsgesellschaft Miller Tabak. „Wir würden lediglich sagen, dass wir zustimmen, dass der Börsengang sehr gut verlaufen ist, aber wir halten ihn auch für viel zu hoch bewertet", erklärte Maley. Musks eigene Bewertung des Unternehmens von 1,75 Billionen US-Dollar entspricht derzeit einem impliziten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 100 – obwohl die Aktie über kein formelles KGV verfügt.

Zum Vergleich: Nvidia, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, wird mit einem KGV von etwas mehr als 31 gehandelt. Apple liegt bei rund 35. SpaceX übersteigt diese Bewertungsmaßstäbe damit um ein Vielfaches – ein Umstand, der bei erfahrenen Marktbeobachtern die Alarmglocken läuten lässt.

Noch deutlicher fällt die Einschätzung des Analysehauses Morningstar aus. Nicolas Owens, Aktienanalyst bei Morningstar, bezeichnete die Aktie als „erheblich überbewertet". Das Unternehmen gibt eine Fair-Value-Schätzung von lediglich 63 US-Dollar pro Aktie aus – also weniger als die Hälfte des Ausgabepreises. Am 11. Juni erklärte Morningstar zudem, dass SpaceX nur eine Chance von 7 % habe, sein sogenanntes „Moonshot"-Szenario von 154 US-Dollar pro Aktie zu erreichen.

Langfristige Anleger könnten dennoch profitieren

Trotz der Bewertungsbedenken schließen die Experten eine positive Entwicklung nicht grundsätzlich aus. Maley betonte: „Wir glauben, dass sehr langfristig orientierte Anleger gut abschneiden werden." Auch Westly zeigte sich optimistisch hinsichtlich des künftigen Weges des Unternehmens – sofern Anleger bereit sind, die zu erwartende Volatilität auszusitzen.

Für deutsche Privatanleger, die einen Einstieg in Betracht ziehen, ergibt sich damit ein klares Bild: SpaceX ist ein hochspekulatives Investment mit enormem Potenzial, aber ebenso erheblichen Risiken. Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Kurs und dem von Morningstar ermittelten fairen Wert von 63 US-Dollar ist beträchtlich. Wer auf SpaceX setzt, braucht einen langen Atem – und starke Nerven.

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