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SpaceX-Börsengang: Zwei Weltraum-Aktien jetzt im Blick

Vor dem erwarteten SpaceX-IPO am 12. Juni rücken AST SpaceMobile und Intuitive Machines als attraktive Alternativen in den Fokus.

SpaceX-Börsengang: Zwei Weltraum-Aktien jetzt im Blick

Der Börsengang von SpaceX gilt als der meisterwartete IPO dieses Jahrhunderts und könnte der größte in der Geschichte werden. Geplant ist er für den 12. Juni. Die Weltraumwirtschaft wächst rasant: Die Beratungsgesellschaft PwC prognostiziert, dass der Sektor bis 2040 ein Volumen von zwei Billionen US-Dollar erreichen könnte. Für Anleger, die bereits vor dem SpaceX-IPO in die Branche investieren möchten, bieten sich zwei börsennotierte Unternehmen an.

Die USA treiben die Weltraumerkundung sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus nationalen Sicherheitsgründen aktiv voran. Dieses politische Rückenwind schafft ein günstiges Umfeld für Unternehmen, die Infrastruktur, Kommunikation und Transportlösungen im All anbieten. Zwei dieser Unternehmen stechen dabei besonders hervor: AST SpaceMobile und Intuitive Machines.

AST SpaceMobile: Mobilfunk direkt aus dem Orbit

AST SpaceMobile verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Breitbandverbindungen direkt auf herkömmliche Mobiltelefone zu übertragen – ohne spezielle Hardware beim Nutzer. Das Unternehmen konkurriert damit direkt mit dem Starlink-Produkt von SpaceX. Der angebotene Dienst soll Anrufe, Textnachrichten, Daten und Live-Video-Streaming umfassen.

Die technologische Grundlage bilden die sogenannten Block 2 BlueBird-Satelliten. Mit einer Antennenfläche von bis zu 2.400 Quadratfuß sind sie die größten kommerziellen Phased-Array-Antennen, die jemals in einer niedrigen Erdumlaufbahn eingesetzt wurden. AST hat Vereinbarungen mit führenden Mobilfunkanbietern wie AT&T, Verizon und Vodafone geschlossen, was die kommerzielle Glaubwürdigkeit des Unternehmens unterstreicht.

Für 2026 plant AST die Stationierung von 45 bis 60 Satelliten bis Jahresende, um eine kontinuierliche Versorgung seiner frühen Zielmärkte sicherzustellen. Im vergangenen Monat gab es jedoch einen Rückschlag: Eine New-Glenn-Trägerrakete von Blue Origin setzte einen Satelliten in einer zu niedrigen Umlaufbahn aus, wodurch dieser unbrauchbar wurde. AST ließ ihn kontrolliert abstürzen und ist nun stärker auf andere Startpartner – darunter SpaceX – angewiesen. Die nächste Gruppe von drei Satelliten soll im Laufe des Juni gestartet werden, die Starts sollen künftig alle ein bis zwei Monate erfolgen.

Trotz des Rückschlags zeigt sich das Management zuversichtlich, das Jahresziel von 45 Satelliten zu erreichen. Das Unternehmen verfügt bereits über 5,8 Millionen weltweite Mobilfunkabonnenten und hat Regierungsaufträge gesichert, darunter einen Vertrag über 30 Millionen US-Dollar mit der Space Development Agency (SDA) für taktisches Breitband.

Intuitive Machines: Mondlandung und Milliardenaufträge

Intuitive Machines schrieb Geschichte, als dem Unternehmen die erste US-Mondlandung seit der Apollo-17-Mission im Jahr 1972 gelang. Das Unternehmen bietet Luft- und Raumfahrtinfrastruktur an – von Roboter-Landern für die wissenschaftliche Erkundung über Bodenstationen bis hin zu Satelliten für die Kommunikation und weiteren Weltraumsystemen.

Besonders attraktiv macht Intuitive Machines seine Rolle als vertikal integrierter Raumfahrt-Auftragnehmer für die US-Regierung. Anfang dieses Jahres sicherte sich das Unternehmen neue Aufträge im Wert von 429 Millionen US-Dollar. Diese werden vor allem durch die Bemühungen der SDA angetrieben, ein Netzwerk aus 72 Satelliten in den Orbit zu bringen, das fortschrittliche Raketenbedrohungen erkennen, verfolgen und abwehren soll. Zusätzlich erhielt das Unternehmen von der NASA einen Vertrag über 180 Millionen US-Dollar für kommerzielle Mondnutzlastdienste (CLPS).

Die Finanzzahlen unterstreichen die starke Entwicklung: Im ersten Quartal verdreifachte Intuitive Machines seinen Umsatz auf 186,7 Millionen US-Dollar. Der Auftragsbestand überstieg zum Quartalsende die Marke von 1,1 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um beeindruckende 842 Millionen US-Dollar gegenüber dem Jahresende 2024. Rund 60 Prozent dieses Auftragsbestands sollen noch im laufenden Jahr in Umsatz umgewandelt werden.

Für Anleger, die vom Wachstum der Weltraumwirtschaft profitieren möchten, ohne auf den SpaceX-IPO warten zu müssen, bieten AST SpaceMobile und Intuitive Machines zwei unterschiedliche, aber gleichermaßen interessante Ansätze. Beide Unternehmen profitieren von staatlichem Rückenwind und adressieren wachsende Märkte – von der globalen Mobilfunkversorgung bis hin zur Mondinfrastruktur.

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