SpaceX erhält Milliarden-Auftrag für militärisches Weltraum-Laserprojekt
Rocket Lab, Lockheed Martin und L3 Harris Technologies zählen zu den neun Partnern im 4,16-Milliarden-Dollar-Programm der US Space Force.

SpaceX und acht weitere Luft- und Raumfahrtunternehmen teilen sich einen milliardenschweren Auftragspool der US-Streitkräfte. Das geht aus Regierungsunterlagen hervor, die nun bekannt wurden. Zu den Partnern gehören namhafte Rüstungskonzerne wie Rocket Lab, Lockheed Martin und L3 Harris Technologies.
Das Space Systems Command – eine Organisation der U.S. Space Force – hat SpaceX einen Auftrag im Wert von 4,16 Milliarden US-Dollar erteilt. Das Programm trägt die Bezeichnung „Space-Based Airborne Moving Target Indicator", kurz SB-AMTI. Ziel des Programms ist der Aufbau eines Satellitennetzwerks zur Verfolgung von Bedrohungen aus der Luft.
Was steckt hinter dem SB-AMTI-Programm?
Das Kürzel SB-AMTI steht für „Space-Based Airborne Moving Target Indicator" – zu Deutsch etwa: weltraumgestützter Indikator für bewegliche Luftziele. Das System soll mithilfe von Satelliten feindliche Luftobjekte wie Flugzeuge, Drohnen oder Marschflugkörper erkennen und verfolgen. Solche Fähigkeiten gelten in der modernen Kriegsführung als strategisch entscheidend.
Die U.S. Space Force ist eine eigenständige Teilstreitkraft der US-Streitkräfte und untersteht dem Department of the Air Force. Sie wurde 2019 gegründet und ist für militärische Weltraumoperationen zuständig. Das Space Systems Command ist dabei die für Beschaffung und Entwicklung von Weltraumsystemen verantwortliche Organisation innerhalb der Space Force.
Neun Anbieter teilen sich den Auftragspool
Die Space Force hatte im Vorfeld angekündigt, dass der Auftragspool insgesamt neun Anbieter umfassen würde. Neben SpaceX sind damit acht weitere Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsbranche beteiligt. Rocket Lab, Lockheed Martin und L3 Harris Technologies wurden durch die Regierungsunterlagen explizit als Partner bestätigt.
Für Rocket Lab ist die Beteiligung an einem derart großvolumigen Militärprogramm ein bedeutender Schritt. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Raketenstartanbieter zu einem breiteren Raumfahrtkonzern entwickelt. Lockheed Martin und L3 Harris Technologies hingegen gehören zu den etabliertesten Rüstungskonzernen der USA und sind seit Jahrzehnten in militärischen Weltraumprogrammen aktiv.
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Zur AktienanalyseDas Programm unterstreicht den wachsenden strategischen Stellenwert des Weltraums als militärische Domäne. Die USA investieren zunehmend in weltraumgestützte Überwachungs- und Verteidigungssysteme, um ihre militärische Überlegenheit gegenüber Rivalen wie China und Russland zu sichern. Der 4,16-Milliarden-Dollar-Auftrag ist dabei ein deutliches Signal für den Umfang dieser Ambitionen.
Für deutsche Anleger, die in Rüstungs- und Raumfahrtaktien investiert sind, ist die Entwicklung relevant: Sie zeigt, wie stark die USA auf private Unternehmen setzen, um militärische Weltraumkapazitäten aufzubauen. Unternehmen wie Rocket Lab, die bislang eher im zivilen Raumfahrtmarkt bekannt waren, rücken damit stärker in den Fokus des Verteidigungssektors.


