SpaceX hält beim IPO an Ausgabepreis von 135 Dollar fest
Elon Musks Raumfahrtunternehmen bricht mit Wall-Street-Traditionen und setzt beim größten Börsengang aller Zeiten auf einen Festpreis.

SpaceX hat den begleitenden Banken mitgeteilt, dass das Unternehmen beim bevorstehenden Börsengang an dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar pro Aktie festhält. Das geht aus Insiderinformationen hervor, die Reuters am 4. Juni vorlagen. Der Preis war zuvor im aktualisierten Börsenprospekt des Unternehmens veröffentlicht worden und bewertet SpaceX damit mit rund 75 Milliarden US-Dollar.
Die Entscheidung gilt als bewusstes Signal von Firmengründer Elon Musk, den Börsengang nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Damit bricht SpaceX mit einer zentralen Tradition des Wall-Street-Geschäfts: Üblicherweise wird der endgültige IPO-Preis erst nach Abschluss der sogenannten Roadshow festgelegt – also nachdem Emittent und Banken das Feedback institutioneller Investoren ausgewertet haben. Quellen betonten jedoch, dass die Entscheidung vor dem eigentlichen Börsengang noch geändert werden kann.
Rekordnachfrage bei der Roadshow
SpaceX startete am Donnerstag seine IPO-Roadshow, bei der das Unternehmen und seine Banken Investorengespräche führen. Die Nachfrage wird von drei mit der Roadshow vertrauten Quellen als „unersättlich" beschrieben. Analysten, die an dem Börsengang arbeiten, bearbeiteten demnach bis zu 20 Investorenanrufe pro Tag – deutlich mehr als die bei stark nachgefragten Emissionen üblichen 10 bis 15 Anrufe.
Das außergewöhnlich hohe Interesse unterstreicht die Sonderstellung, die SpaceX unter Investoren weltweit genießt. Das Unternehmen von Elon Musk gilt als eines der wertvollsten privaten Technologieunternehmen der Welt und ist vor allem durch seine Raketen- und Satellitenprogramme bekannt, darunter die Starlink-Internetkonstellation und die Falcon-9-Trägerrakete.
Börsendebüt für den 12. Juni erwartet
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Zur AktienanalyseDer erste Handelstag der SpaceX-Aktie ist für Freitag, den 12. Juni geplant. Sollte der Börsengang wie erwartet verlaufen, würde er als der größte IPO aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Für deutsche Privatanleger ist der Börsengang von besonderem Interesse, da SpaceX bislang nicht an der Börse gehandelt werden konnte und der Zugang zu dem Unternehmen ausschließlich über private Märkte möglich war.
Die Entscheidung, den Preis bereits vor Abschluss der Roadshow festzusetzen, ist in der Finanzwelt ungewöhnlich. Normalerweise dient die Roadshow dazu, eine sogenannte Preisspanne zu ermitteln und auf Basis der Investorennachfrage den finalen Ausgabepreis zu bestimmen. Musk scheint diesen Prozess bewusst zu umgehen – ein weiteres Zeichen dafür, dass SpaceX den Börsengang zu seinen eigenen Konditionen durchführen will. Eine offizielle Stellungnahme von SpaceX lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.


