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SpaceX im Indexfonds: Was passive Anleger jetzt wissen müssen

Nach dem SpaceX-Börsengang stehen passive Anleger vor einer neuen Frage: Welcher Index ist der richtige für sie?

SpaceX im Indexfonds: Was passive Anleger jetzt wissen müssen

Der Börsengang von SpaceX hat die Welt der passiven Geldanlage aufgewirbelt. Nachdem das Unternehmen von Elon Musk vergangene Woche unter dem Kürzel SPCX an die Börse gegangen ist, haben zahlreiche Aktienindizes SpaceX bereits in ihre Zusammensetzung aufgenommen. Für Anleger, die bislang dachten, mit einem Indexfonds müssten sie sich um Einzelaktienentscheidungen keine Gedanken machen, stellt sich nun eine ungewohnte Frage.

Passiv zu investieren bedeutet eigentlich, keine Einzelaktien auszuwählen. Doch wer einen Indexfonds kauft, entscheidet sich zwangsläufig für einen bestimmten Index – und damit indirekt auch für die Regeln, nach denen dieser Index zusammengestellt wird. Genau hier liegt der Kern der aktuellen Debatte rund um SpaceX.

Unterschiedliche Indizes, unterschiedliche Ansätze

Verschiedene Indizes verfolgen nämlich unterschiedliche Strategien, wenn es um die Aufnahme von Unternehmen nach einem Börsengang geht. Manche Indizes nehmen neu börsennotierte Unternehmen schnell auf, andere warten ab oder schließen frische Börsengänge zunächst aus. Bei einem Unternehmen mit einer rasant steigenden Bewertung wie SpaceX kann das einen spürbaren Unterschied in der Zusammensetzung des jeweiligen Fonds bedeuten.

Passive Anleger stehen damit plötzlich vor einer klaren Entscheidung bei ihren Benchmarks: Wollen sie einen Index, der Elon Musks neu börsennotiertes Unternehmen enthält – oder einen, der dies nicht tut? Was auf den ersten Blick wie eine weitreichende Weichenstellung wirkt, relativiert sich jedoch bei näherer Betrachtung.

Für Breitmarkt-Anleger kaum ein Problem

Laut dem Bericht des Wall Street Journal dürften die unterschiedlichen Ansätze für Anleger, die sich auf breit gefächerte und kostengünstige Anlageinstrumente konzentrieren, keinen allzu großen Unterschied machen. Wer in einen breit diversifizierten Weltindex oder einen umfassenden Marktindex investiert, ist in der Regel so breit aufgestellt, dass ein einzelnes Unternehmen – selbst eines mit der Strahlkraft von SpaceX – das Gesamtportfolio kaum nennenswert beeinflusst.

Für deutsche Privatanleger, die häufig auf ETFs auf den MSCI World, den S&P 500 oder ähnliche breite Indizes setzen, ist die Botschaft daher beruhigend: Die Frage, ob der eigene Fonds SpaceX enthält oder nicht, ist für die langfristige Portfolioentwicklung in den meisten Fällen von untergeordneter Bedeutung. Entscheidender bleibt die Wahl eines kostengünstigen, breit diversifizierten Produkts.

Dennoch zeigt der Fall SpaceX einmal mehr, dass auch passives Investieren nicht völlig frei von Entscheidungen ist. Wer einen Indexfonds kauft, akzeptiert die Regeln des zugrunde liegenden Index – einschließlich der Art und Weise, wie mit spektakulären Börsengängen umgegangen wird. Ein Blick in das Regelwerk des gewählten Index kann daher nie schaden.

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