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SpaceX-IPO: Diese Investoren verdienen Milliarden mit Elon Musks Raketenkonzern

Frühe Wetten auf SpaceX zahlen sich aus: Bei einer angestrebten Börsenbewertung von 1,8 Billionen Dollar winken historische Gewinne.

SpaceX-IPO: Diese Investoren verdienen Milliarden mit Elon Musks Raketenkonzern

Seit fast zwei Jahrzehnten haben einige der profiliertesten Investoren der Welt im Stillen Anteile an SpaceX aufgebaut. Nun, da das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk bei seinem Börsengang eine Bewertung von rund 1,8 Billionen US-Dollar anstrebt, stehen diese frühen Wetten kurz davor, einige der größten Buchgewinne in der Geschichte des Risikokapitals zu generieren.

Zu den größten Profiteuren zählen der erfahrene Stockpicker Ron Baron, Cathie Woods Ark Invest sowie der Investmentfonds-Riese Fidelity Investments. Ebenfalls vor erheblichen Gewinnen stehen Risikokapitalgesellschaften wie Founders Fund, Sequoia Capital und Andreessen Horowitz sowie Hedgefonds wie D1 Capital Partners und Coatue Management. Auch ausgewählte Pensionskassen und Universitätsstiftungen werden an dem Geldsegen teilhaben.

Früher Einstieg, gigantische Renditen

Ron Baron investierte erstmals 2017 über sogenannte Employee Tender Offers – also Übernahmeangebote für Mitarbeiteraktien – in SpaceX, als das Unternehmen mit weniger als 22 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Seither hat er sich an 27 Finanzierungsrunden beteiligt. Bis Ende März machte SpaceX beeindruckende 33 Prozent des Vermögens im 10,4 Milliarden Dollar schweren Baron Partners Fund aus und 25,5 Prozent des Baron Asset Fund – damit ist SpaceX eine der folgenreichsten Investitionen der gesamten Firma.

Auch Cathie Woods Ark Venture Fund profitierte massiv vom Aufstieg des Raketenkonzerns. Zum 31. März machte SpaceX 11,4 Prozent des Nettovermögens des Fonds aus und ist damit die größte Einzelposition im Portfolio. Wood erklärte gegenüber CNBC, dass Ark SpaceX als weit mehr als nur einen Startdienstleister betrachte: „Durch Starship, Starlink und die Übernahme von xAI glauben wir, dass SpaceX eine vertikal integrierte KI-Infrastruktur für eine viel größere Weltraumwirtschaft aufbaut." Die Investition spiegelt Arks breitere These zur technologischen Konvergenz wider – SpaceX steht an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Robotik und Energiespeicherung.

Fidelity: Der größte Gewinner unter den klassischen Vermögensverwaltern

Kein traditioneller Vermögensverwalter dürfte mehr vom Aufstieg von SpaceX profitiert haben als Fidelity Investments. Das in Boston ansässige Unternehmen stieg frühzeitig über den ehemaligen Portfoliomanager Gavin Baker ein, der bereits 2015 mit dem Kauf von Aktien begann – zu einer Zeit, als SpaceX mit nur rund 10 Milliarden Dollar bewertet wurde.

Zum 31. März machte SpaceX 4,7 Prozent des 177 Milliarden Dollar schweren Fidelity Contrafund aus, einem der weltweit größten aktiv verwalteten Investmentfonds. Darüber hinaus repräsentierte SpaceX 3,3 Prozent des 103 Milliarden Dollar schweren Fidelity Blue Chip Growth Fund sowie 2,6 Prozent des fast 99 Milliarden Dollar schweren Fidelity Growth Company Fund. Fidelity selbst lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die außergewöhnlichen Renditen spiegeln nicht nur das Wachstum des Unternehmens wider, sondern auch den Seltenheitswert des Zugangs. Im Gegensatz zu vielen risikokapitalfinanzierten Unternehmen, die ihre Aktionärsbasis routinemäßig verbreitern, behielt SpaceX eine strenge Kontrolle darüber, wer investieren durfte. Infolgedessen erhielten frühe Investoren oft Gelegenheiten zur Teilnahme an späteren Finanzierungsrunden, die den meisten Institutionen verwehrt blieben – eine Dynamik, die relativ bescheidene frühe Investitionen in Milliarden-Dollar-Positionen verwandelte.

Pensionskassen und Universitätsstiftungen profitieren ebenfalls

Auch institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Universitätsstiftungen stehen vor erheblichen Gewinnen. Der Ontario Teachers' Pension Plan – einer der größten Pensionsfonds Kanadas – investierte 2019 mehr als 200 Millionen US-Dollar in SpaceX über ein damals neu geschaffenes, technologieorientiertes Anlagevehikel. Damals bezeichnete der Pensionsverwalter SpaceX aufgrund seiner „bewährten Erfolgsbilanz bei technologischen Disruptionen im Bereich der Trägersysteme und des erheblichen künftigen Wachstumspotenzials im Markt für Satelliten-Breitband" als überzeugende Investitionsmöglichkeit.

Die Washington University in St. Louis investierte vor fast einem Jahrzehnt rund 50 Millionen US-Dollar in SpaceX. Diese Beteiligung hat massiv an Wert gewonnen: Laut Bloomberg News macht die Position nun mehr als 10 Prozent des rund 17 Milliarden Dollar schweren Stiftungsvermögens der Universität aus. Sowohl die Washington University als auch der Ontario Teachers' Pension Plan äußerten sich auf Anfrage nicht zu ihren Positionen.

Die Founders Fund, das Risikokapitalvehikel von Peter Thiel, begann bereits 2008 mit der Unterstützung von SpaceX – also in einer Zeit, als Raketenstarts noch als hochriskantes Unterfangen galten. Hedgefonds wie Coatue und D1 Capital Partners stiegen über spätere private Finanzierungsrunden ein. All diese Investoren eint, dass sie auf ein Unternehmen gesetzt haben, das für den breiten Markt lange Zeit unzugänglich blieb – und nun kurz vor einem der größten Börsengänge der Geschichte steht.

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