SpaceX-IPO: So investieren Anleger jetzt schon günstig
Der SpaceX-Börsengang nimmt Fahrt auf – doch es gibt clevere Wege, schon jetzt zu investieren.

Der Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX rückt näher. Laut Bloomberg sollen die Aktien voraussichtlich im Juni platziert werden, der Emissionsprospekt könnte bereits in den nächsten Tagen erscheinen. Die angestrebte Bewertung: astronomische 1,75 Billionen Dollar – mehr als zuvor für den fusionierten Konzern aus SpaceX und der KI-Firma xAI angesetzt wurde.
Mit einem angestrebten IPO-Erlös von bis zu 75 Milliarden Dollar würde Musk einen neuen Rekord aufstellen. Allerdings zahlen Anleger dafür einen hohen Preis: Bei einem geschätzten Gewinn von rund acht Milliarden Dollar für 2025 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 220 – ein Wert, der selbst ambitionierte Wachstumsinvestoren ins Grübeln bringen sollte. Nach einem erfolgreichen IPO wäre SpaceX schlagartig das sechstwertvollste Unternehmen im S&P 500 – hinter Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon.
Fondsvehikel mit extremen Aufschlägen
Die Euphorie rund um den SpaceX-IPO treibt bereits jetzt kuriose Blüten. Der Fundrise Innovation Fund – ein geschlossener Fonds, der wie eine Aktie handelbar ist und unter anderem Anteile an SpaceX, Anthropic und OpenAI hält – hat seit seinem Börsenstart Mitte März um rund 400 Prozent zugelegt. Sein Börsenkurs notiert mittlerweile etwa 2.000 Prozent über dem tatsächlichen Nettoinventarwert der gehaltenen Beteiligungen. Zwischenzeitlich musste der Handel wegen extremer Kursschwankungen mehrfach ausgesetzt werden.
Wer günstiger an SpaceX partizipieren möchte, findet im Scottish Mortgage Investment Trust von Baillie Gifford eine deutlich nüchternere Alternative. Der ebenfalls börsengehandelte geschlossene Fonds hält SpaceX mit einem Gewicht von 15,4 Prozent und wird derzeit rund vier Prozent unter seinem Nettoinventarwert gehandelt. Daneben enthält er bekannte börsennotierte Titel wie Meta, ASML und TSMC – was ihn liquider, für viele Anleger aber offenbar weniger aufregend macht.
Rocket Internet als indirekter SpaceX-Zugang
Eine weitere, weniger bekannte Möglichkeit bietet die Berliner Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet. Das Unternehmen von Mitgründer Oliver Samwer wurde Ende 2020 vom regulierten Markt genommen, ist aber weiterhin im Freiverkehr der Börse Hamburg handelbar. Rocket Internet hält indirekt – über einen Fonds – eine Beteiligung an SpaceX.
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Zur AktienanalyseFür Aufsehen sorgte zuletzt eine Neubewertung der SpaceX-Beteiligung durch Rocket Internet, die den Wert überraschend nach unten korrigierte. Die Beteiligungsgesellschaft Scherzer kritisierte dies in einem offenen Brief scharf: Die für mutmaßlich 45 Millionen Euro erworbene indirekte SpaceX-Beteiligung müsste angesichts der Marktentwicklung deutlich mehr wert sein – nicht weniger. Ob Rocket damit gezielt den eigenen Kurs drücken wollte, um Aktien günstiger zurückzukaufen, blieb unbewiesen.
Die Rocket-Aktie notiert derzeit bei rund 25 Euro und legte nach Veröffentlichung des Scherzer-Briefs spürbar zu. Bei einem SpaceX-Superlativ-IPO könnte für das Papier noch weiteres Kurspotenzial bestehen – für risikobewusste Anleger ein Wert, den es im Blick zu behalten lohnt.


