SpaceX, OpenAI und Anthropic: So investieren Sie per ETF
Drei der meisterwarteten Börsengänge der Geschichte nahen – doch ETFs könnten der klügere Einstiegsweg sein.

SpaceX, OpenAI und Anthropic gehören zu den am heißesten diskutierten Unternehmen der Welt. Alle drei bereiten sich auf einen Börsengang vor – und wecken damit enormes Interesse bei Privatanlegern weltweit. Doch der direkte Kauf am ersten Handelstag ist nicht zwingend die beste Strategie.
SpaceX plant seinen Börsengang für den 12. Juni und strebt damit den größten IPO der Geschichte an. OpenAI soll voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf oder Anfang 2027 an die Börse gehen. Anthropic hat kürzlich einen Börsengang beantragt, nachdem das Unternehmen in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 65 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat. Der KI-Boom treibt das Interesse an allen drei Unternehmen massiv an.
Für Anleger, die an diesen Unternehmen partizipieren möchten, ohne das typische Risiko großer Börsengänge einzugehen, bieten sich breit gestreute, indexbasierte ETFs als Alternative an. Konkret genannt werden der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) und der Vanguard Total Stock Market ETF (VTI) als mögliche Wege, um früher oder später an allen drei Unternehmen beteiligt zu sein.
Wann landen die IPOs in den Indizes?
Ob und wann SpaceX, OpenAI oder Anthropic in bekannte Indizes aufgenommen werden, hängt von den jeweiligen Regelwerken ab. S&P Dow Jones Indices hatte zwar Diskussionen über eine schnellere Aufnahme geführt, gab jedoch am 4. Juni bekannt, keine Änderungen an seinen Regeln vorzunehmen. Damit gilt weiterhin: Ein Unternehmen muss mindestens 12 Monate lang an einer zugelassenen Börse gehandelt worden sein, bevor es für den S&P 500 in Betracht kommt.
Anders sieht es beim Nasdaq-100 und dem Russell 1000 aus. Beide Indizes haben ihre Regeln aktualisiert, um Börsengänge schneller aufzunehmen. Anleger, die Fonds kaufen, die diese Indizes abbilden, könnten also schon deutlich früher nach dem jeweiligen Börsendebüt eine Beteiligung an SpaceX, OpenAI oder Anthropic erhalten.
Der Vanguard Total Stock Market ETF (VTI) bildet praktisch den gesamten US-Aktienmarkt ab und umfasst rund 3.494 Positionen. Der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) hingegen konzentriert sich auf etwa 505 der größten US-Unternehmen. Trotz des gewaltigen Unterschieds in der Anzahl der enthaltenen Titel ist die Wertentwicklung beider ETFs ähnlich, da sich ihre Top-Holdings stark überschneiden und einen großen Anteil am jeweiligen Fondsvermögen ausmachen.
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Zur AktienanalyseDie Börsengeschichte zeigt, dass hochkarätige Börsengänge in der unmittelbaren Phase nach ihrem Marktdebüt häufig enttäuschen. Wer also auf den ersten Handelstag setzt, geht ein erhöhtes Risiko ein. Ein breit gestreuter ETF federt dieses Risiko ab, indem er die Beteiligung an den neuen Unternehmen automatisch und schrittweise in ein diversifiziertes Portfolio integriert.
Für deutsche Privatanleger, die an der KI-Revolution und der Raumfahrtindustrie teilhaben möchten, bieten VOO und VTI damit eine praktische und risikoärmere Alternative zum direkten IPO-Kauf. Wann genau SpaceX, OpenAI oder Anthropic offiziell in alle relevanten Indizes aufgenommen werden, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt – die Weichen dafür werden jedoch bereits gestellt.

