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SpaceX plant Börsengang mit Bewertung von 1,77 Billionen Dollar

Elon Musks Raumfahrtkonzern strebt nächste Woche das größte Börsendebüt aller Zeiten an der Nasdaq an.

SpaceX plant Börsengang mit Bewertung von 1,77 Billionen Dollar

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat am Mittwoch offiziell seinen Börsengang angekündigt. Das Unternehmen plant, in der kommenden Woche an der Nasdaq zu debütieren – mit einer angestrebten Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar. Damit würde es sich um den größten Börsengang aller Zeiten handeln.

SpaceX teilte in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) mit, mehr als 555 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar verkaufen zu wollen. Durch die Emission würde dem Unternehmen frisches Kapital in Höhe von 75 Milliarden US-Dollar zufließen. Der endgültige Ausgabepreis ist jedoch noch nicht festgelegt.

Musk könnte zum ersten Billionär der Welt werden

Sollte sich der Ausgabepreis von 135 Dollar beim Handelsstart halten, hätte dies weitreichende Konsequenzen für Elon Musk persönlich. Laut der SEC-Mitteilung wird Musk nach dem Börsengang rund 82,4 Prozent der Stimmrechte an den Stammaktien halten. Musk ist gleichzeitig CEO, Chief Technical Officer und Verwaltungsratsvorsitzender von SpaceX. Bei einer stabilen Bewertung von 1,77 Billionen Dollar könnte ihn dies zum ersten Billionär der Welt machen.

SpaceX wäre bei dieser Bewertung sofort das siebtgrößte börsennotierte Unternehmen der Welt. Zum Vergleich: Musks erstes Billionen-Dollar-Unternehmen Tesla war zum Handelsschluss am Mittwoch 1,6 Billionen Dollar wert. SpaceX würde Tesla damit bereits zum Börsenstart übertreffen.

Das eingenommene Kapital will SpaceX in seine zahlreichen Geschäftsbereiche investieren. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen seine Aktivitäten deutlich über die Raumfahrt hinaus ausgeweitet – unter anderem durch die Übernahme von Musks KI-Unternehmen xAI, das auch das soziale Netzwerk X besitzt.

Ungewöhnliche Struktur des Börsengangs

Die Art und Weise, wie SpaceX seinen Börsengang vorbereitet, weicht deutlich vom üblichen Verfahren ab. Normalerweise legt ein Unternehmen zunächst eine Preisspanne fest und bestimmt am Vorabend des Handelsbeginns den endgültigen Preis innerhalb dieser Spanne. SpaceX hingegen nannte in seiner Mitteilung direkt einen festen Preis von 135 US-Dollar – ohne eine Preisspanne zu kommunizieren.

Angesichts des weltweiten Bekanntheitsgrades von Elon Musk könnte der Börsengang im Vergleich zu anderen Emissionen nur sehr wenig Marketing bei potenziellen Investoren erfordern. SpaceX gibt zudem an, auch privaten Kleinanlegern die Möglichkeit zu bieten, beim Debüt Aktien zu erwerben. Als Handelsplattformen werden unter anderem Schwab, Fidelity, Robinhood, SoFi und E*Trade genannt.

Für deutsche Privatanleger dürfte der SpaceX-Börsengang von erheblichem Interesse sein. Die Nasdaq-Notierung und die Öffnung für Kleinanleger über bekannte Online-Broker könnten den Zugang auch für europäische Investoren erleichtern – wenngleich die genauen Konditionen für internationale Anleger noch abzuwarten sind.

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