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SpaceX plant Nasdaq-Börsengang am 12. Juni – größtes IPO aller Zeiten

Der Raumfahrtkonzern von Elon Musk beschleunigt seinen IPO-Zeitplan und strebt eine Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an.

SpaceX plant Nasdaq-Börsengang am 12. Juni – größtes IPO aller Zeiten

SpaceX treibt seinen mit Spannung erwarteten Börsengang deutlich schneller voran als bislang erwartet. Laut drei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen soll die Notierung an der Nasdaq bereits am 12. Juni erfolgen – Wochen früher als ursprünglich geplant. Das Unternehmen will seinen Börsenprospekt bereits am kommenden Mittwoch veröffentlichen, die Roadshow soll am 4. Juni starten, und der eigentliche Aktienverkauf könnte bereits am 11. Juni stattfinden.

Ursprünglich war der Börsengang für Ende Juni vorgesehen – gerüchteweise rund um den Geburtstag von Firmengründer Elon Musk. Ausschlaggebend für die Vorverlegung war laut den Quellen eine schneller als erwartete Prüfung der IPO-Unterlagen durch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. Die Quellen wollten anonym bleiben, da die Gespräche vertraulich sind. SpaceX selbst reagierte nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

Rekordverdächtige Bewertung von 1,75 Billionen Dollar

SpaceX strebt bei seinem Börsengang eine Kapitalaufnahme von rund 75 Milliarden Dollar an – bei einer Gesamtbewertung von etwa 1,75 Billionen Dollar. Sollte dieses Ziel erreicht werden, wäre es der größte Börsengang aller Zeiten. Zum Vergleich: Als SpaceX im Februar mit Elon Musks KI-Startup xAI fusionierte, wurde das Unternehmen noch mit einer kombinierten Bewertung von 1,25 Billionen Dollar bewertet. Die nun angestrebte Bewertung liegt damit deutlich höher.

Als Tickersymbol ist „SPCX" vorgesehen. Das Kürzel war zuvor dem auf SPACs spezialisierten ETF von Tuttle Capital Management zugeordnet, bevor dieses Unternehmen im April zum Ticker SPCK wechselte. Dieser Schritt hatte damals bereits Spekulationen ausgelöst, dass SpaceX das frei gewordene Kürzel übernehmen könnte.

Bedeutender Sieg für die Nasdaq

Die Notierung wäre ein wichtiger Erfolg für die Nasdaq im Wettbewerb mit der New York Stock Exchange. Sie fällt zudem in eine strategisch bedeutsame Phase: Die Nasdaq hat kürzlich neue sogenannte „Fast Entry"-Regeln eingeführt, die es neu notierten Large-Cap-Unternehmen ermöglichen, schneller in den Nasdaq-100-Index aufgenommen zu werden. Reuters hatte bereits im März berichtet, dass SpaceX eine frühzeitige Aufnahme in den Nasdaq-100 anvisiere. Auch andere führende Indexbetreiber wie S&P Dow Jones Indices und FTSE Russell haben ähnliche Regeln eingeführt, um Neunotierungen rascher in ihre Benchmarks zu integrieren.

Für den Börsengang hat SpaceX ein hochkarätiges Bankenkonsortium zusammengestellt. Als Lead Bookrunner fungieren Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup, JPMorgan und Goldman Sachs. Weitere 16 Banken übernehmen kleinere Rollen in institutionellen, privaten und internationalen Kanälen.

IPO-Markt im Aufschwung

Das SpaceX-Debüt fällt in eine Phase, in der sich der IPO-Markt nach schwierigen Jahren erholt. Volatilität durch die US-Zollpolitik und geopolitische Unsicherheiten hatten den Markt zuletzt belastet. Der SpaceX-Börsengang gilt als einer der meisterwarteten seit Jahren und könnte den IPO-Kalender 2026 anführen – gemeinsam mit möglichen Börsengängen der KI-Schwergewichte Anthropic und OpenAI, die beide einen Gang an die öffentlichen Märkte planen.

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