SpaceX plant riesigen Landkauf in Louisiana für neuen Starbase
Ein Immobilienmakler behauptet, SpaceX erwerbe 136.000 Acres Marschland in Louisiana – und SpaceX bestätigt die Expansionspläne indirekt.

Ein neues Gerücht sorgt in der Raumfahrt- und Investorenwelt für Aufsehen: SpaceX soll laut einem Immobilienmakler aus Louisiana rund 136.000 Acres – das entspricht etwa 212 Quadratmeilen – Marschland an der Küste des US-Bundesstaates erwerben. Jim Keaty von Keaty Real Estate behauptet, das Unternehmen von Elon Musk habe das Sumpfland südlich des Highway 82 in Richtung Golf von Mexiko bei Pecan Island bereits gekauft oder sei dabei, dies zu tun.
Das Gerücht verbreitete sich zunächst über einen Post auf der Plattform X und wurde am 4. Mai 2026 von S. E. Robinson Jr. weiter geteilt. Klingt das nach wilder Spekulation? Nicht unbedingt – denn SpaceX selbst hat die Expansionspläne zumindest teilweise bestätigt.
In einem offiziellen X-Post vom 12. Mai 2026 räumte SpaceX ein, „ständig auf der Suche nach geeigneten Standorten zu sein, um den Starship-Betrieb in Zukunft sowohl im Inland als auch international auszuweiten". Das Unternehmen erklärte außerdem, Tausende von Flügen pro Jahr anzustreben – eine Frequenz, die den Betrieb von vielen verschiedenen Startplätzen weltweit erfordere.
Strategische Lage des Grundstücks
Das beschriebene Grundstück in Louisiana weist mehrere strategisch interessante Eigenschaften auf. Es verfügt über direkten Zugang zum Intercoastal Canal und zum Golf von Mexiko – nützlich sowohl für den Start von Raketen über Wasser als auch für die Bergung von Raketen, die auf Plattformen auf See landen. Zudem liegt es geografisch auf halbem Weg zwischen Boca Chica in Texas und Cape Canaveral in Florida, den beiden bisherigen Hauptstartplätzen von SpaceX.
Ein weiterer Aspekt des Grundstücks ist die Nähe zu Cheniere Energy und Golden Pass LNG – zwei bedeutenden Terminals für Flüssigerdgas (LNG). Dieser Punkt könnte für Anleger besonders relevant sein. Golden Pass LNG ist ein Terminal, an dem ExxonMobil laut S&P Global Market Intelligence eine Beteiligung von 30 Prozent hält.
Warum LNG für SpaceX entscheidend ist
Der Zusammenhang zwischen Flüssigerdgas und Raumfahrt mag auf den ersten Blick überraschen, ist aber technisch logisch. Jeder Start der Starship-Rakete verbraucht schätzungsweise rund 1.040 Tonnen Methan-Raketentreibstoff, der sogenannten Methalox. Dieser Treibstoff wird durch Reinigung und Kühlung von Erdgas hergestellt – Flüssigerdgas ist im Wesentlichen Raketentreibstoff.
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Zur AktienanalyseElon Musk hat angekündigt, dass Starship langfristig eine Startfrequenz von bis zu 24 Flügen pro Tag weltweit erreichen soll. Bei diesem Volumen wäre der Bedarf an LNG enorm. Ein Standort mit direktem Zugang zu großen LNG-Terminals wie denen von Cheniere Energy und ExxonMobil wäre daher aus logistischer Sicht äußerst attraktiv.
Die jüngsten Flugtests von Starship verliefen laut dem Bericht zunehmend erfolgreich, auch wenn die Rakete noch nicht für Missionen zur nationalen Sicherheit zertifiziert wurde. Der kommerzielle Betrieb rückt damit näher. Sollte SpaceX tatsächlich in Louisiana einen zweiten Starbase errichten, könnten Unternehmen wie Cheniere Energy und ExxonMobil in SpaceX einen bedeutenden neuen Großkunden gewinnen – eine Perspektive, die Anleger in diesen Titeln im Blick behalten sollten.

