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SpaceX reicht vertraulich IPO-Unterlagen ein – Rekord-Börsengang geplant

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat vertraulich einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt.

SpaceX reicht vertraulich IPO-Unterlagen ein – Rekord-Börsengang geplant

SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, hat vertraulich einen Börsengangsantrag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht. Das berichteten zunächst Bloomberg und anschließend CNBC unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit rückt ein potenziell historischer Börsengang einen entscheidenden Schritt näher.

Laut Bloomberg könnte SpaceX eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar anstreben. Eine Börsennotierung sei bereits für Juni geplant. Das Unternehmen soll dabei bis zu 75 Milliarden US-Dollar einsammeln wollen – mehr als das Dreifache des bisherigen US-Rekords.

Zum Vergleich: Der bislang größte US-Börsengang war jener des chinesischen Konzerns Alibaba im Jahr 2014, der 22 Milliarden US-Dollar erlöste. Visa folgt auf Platz zwei mit knapp 18 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2008. Ein SpaceX-IPO in dieser Größenordnung wäre schlicht beispiellos.

Musk würde zwei Billionen-Konzerne an der Börse führen

Gelingt der Börsengang, wäre Musk die erste Person der Geschichte, die zwei separate börsennotierte Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar gleichzeitig leitet. Tesla, auf das Musk den Großteil seines liquiden Vermögens stützt, kommt derzeit auf rund 1,4 Billionen US-Dollar. Laut Forbes ist Musk mit einem Nettovermögen von fast 840 Milliarden US-Dollar bereits der reichste Mensch der Welt.

Im Februar 2025 fusionierte SpaceX zudem mit Musks KI-Unternehmen xAI zu einer gemeinsamen Einheit. Musk bewertete diesen Verbund damals mit 1,25 Billionen US-Dollar. Die neue Einheit umfasst nun auch das soziale Netzwerk X, das ehemals als Twitter bekannt war.

SpaceX wurde 2002 gegründet mit dem Ziel, wiederverwendbare Raketen zu entwickeln. Nach dem Ende des NASA-Space-Shuttle-Programms 2011 avancierte das Unternehmen zum wichtigsten Startpartner der Raumfahrtbehörde. Seit 2008 erhielt SpaceX laut dem Forschungsunternehmen FedScout über 24,4 Milliarden US-Dollar aus Verträgen mit der US-Bundesregierung – darunter Aufträge von NASA, Air Force und Space Force.

Starlink und Starship als zentrale Wachstumstreiber

Neben dem Raketengeschäft betreibt SpaceX den Satelliten-Internetdienst Starlink, der auf einer Konstellation von rund 10.000 Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn basiert. Allein im Jahr 2025 führte das Unternehmen 165 Orbitalflüge durch und testete mehrfach das neue Schwerlast-Trägersystem Starship Super Heavy.

Ein vertraulicher Antrag bei der SEC erlaubt es Unternehmen, Finanzdaten zunächst nur der Aufsichtsbehörde vorzulegen, ohne sie sofort zu veröffentlichen. SpaceX muss die Unterlagen mindestens 15 Tage vor der IPO-Roadshow öffentlich zugänglich machen. Bis zu einem tatsächlichen Börsengang sind also noch mehrere Hürden zu nehmen.

IPO-Expertin Reena Aggarwal von der Georgetown University betont, dass SpaceX trotz des enormen Hypes einen aufnahmebereiten Markt benötige. Die Aktienmärkte zeigten sich zuletzt volatil – belastet durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise. Der Nasdaq verzeichnete gerade seinen stärksten wöchentlichen Rückgang seit fast einem Jahr. Dennoch rechnet Aggarwal mit erheblichem Interesse seitens der Privatanleger.

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