SpaceX setzt IPO-Preis auf 135 Dollar: Größter Börsengang aller Zeiten
Mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar startet SpaceX den historisch größten Börsengang – dreimal größer als alle bisherigen Rekorde.

SpaceX hat am Donnerstag den endgültigen IPO-Preis auf 135 US-Dollar je Aktie festgelegt. Damit nähert sich der langwierige Prozess, Elon Musks Raumfahrt- und KI-Konglomerat an die Börse zu bringen, seinem Abschluss. Ab Freitag wird das Unternehmen an der Nasdaq gehandelt – mit einer Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar.
Der Börsengang gilt als der größte in der Geschichte der Finanzmärkte. SpaceX soll dreimal größer sein als der bisher größte verzeichnete Börsengang. Zum Vergleich: Als Facebook im Jahr 2012 an der Nasdaq debütierte, verzögerten technische Probleme die Handelseröffnung erheblich – ein Szenario, das Anleger und Marktbeobachter auch diesmal im Hinterkopf behalten.
Erstmals Zugang für Privatanleger
Jahrelang war SpaceX nahezu ausschließlich Risikokapitalgebern, institutionellen Investoren und einer kleinen Gruppe privater Aktionäre zugänglich. Mit dem Börsengang erhalten nun erstmals auch Privatanleger die Möglichkeit, Anteile an einem der meistbeobachteten Unternehmen der Welt zu erwerben. Für deutsche Kleinanleger bedeutet dies: SpaceX-Aktien werden über die Nasdaq handelbar sein.
Das Unternehmen, zu dem neben dem Raumfahrtgeschäft auch das soziale Netzwerk X gehört, wird als Referendum über Elon Musk selbst gewertet. Musk ist Mehrheitsaktionär von SpaceX und gilt als reichster Mensch der Welt. Ein Investment in SpaceX-Aktien bedeutet damit zwangsläufig auch ein indirektes Investment in seine Person.
Musk als umstrittene Figur im Fokus
Musk ist sowohl in den USA als auch international eine zutiefst umstrittene Persönlichkeit. Er nutzt sein soziales Netzwerk X, um politische Positionen zu verbreiten. In den USA ist er vor allem durch sein enges Bündnis mit Präsident Donald Trump bekannt: Nachdem Musk Millionen von US-Dollar in Trumps Wahlkampf 2024 investiert hatte, erhielt er von der Trump-Regierung weitreichende Befugnisse. Über das von ihm ins Leben gerufene „Department of Government Efficiency" beaufsichtigte er die Entlassung Hunderttausender Bundesangestellter.
Am selben Donnerstag, an dem SpaceX in New York den Börsengang vorbereitete, nutzte Musk die Plattform X, um gewalttätige Randalierer in Nordirland zu ermutigen. Diese hatten als Reaktion auf einen Messerangriff, für den ein sudanesischer Einwanderer angeklagt wurde, Autos und Häuser in Brand gesetzt.
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Zur AktienanalyseAnleger setzen auf das Unternehmen
Inwieweit Musks gesellschaftliche Kontroversen SpaceX beim Übergang zu einem börsennotierten Unternehmen beeinflussen werden, bleibt abzuwarten. Vorerst scheinen die Anleger bereit zu sein, über Musks politische Ansichten hinwegzusehen und sich auf das Unternehmen selbst zu konzentrieren. Der Börsengang wird zudem als jüngster großer Test für die anhaltend starke Nachfrage im Zuge des KI-Booms gewertet.
Die Auswirkungen dieses Börsengangs reichen weit über den ersten Handelstag hinaus. Mit dem Schritt an die Nasdaq wird SpaceX zu einem öffentlich gehandelten Unternehmen, dessen Kurs täglich von Millionen Anlegern weltweit verfolgt werden kann – ein fundamentaler Wandel für ein Unternehmen, das bislang weitgehend im Verborgenen operierte.


