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Spanien baut größtes Batterieprojekt mit CATL

Gemeinschaftsunternehmen startet umfassende Ausbildung für Tausende lokale Arbeitskräfte

Spanien baut größtes Batterieprojekt mit CATL

Der chinesische Batteriehersteller CATL wird nach Angaben von Führungskräften bis zu 4.000 spanische Arbeitskräfte für den Betrieb der künftig größten Batteriefabrik des Landes ausbilden. Die Angaben erfolgten bei der Grundsteinlegung des Gemeinschaftsunternehmens von CATL und Stellantis in Figueruelas im Nordosten Spaniens. Das Investitionsvorhaben im Umfang von 4,1 Milliarden Euro, das zusätzlich mit 300 Millionen Euro von der Europäischen Union unterstützt wird, stellt die bisher größte chinesische Einzelinvestition in Spanien dar und verdeutlicht die starke technologische Abhängigkeit Europas von China in einem strategisch wichtigen Industriezweig.

Vertreter chinesischer Institutionen erklärten vor einem Publikum aus Regierungsmitgliedern, Wirtschaftsvertretern und Medien, China sei bereit, sein technisches Know-how zu teilen und damit Europas Energiewende zu unterstützen. Die Batterieproduktion erfordere hochentwickelte Verfahren und langjährig aufgebautes betriebliches Wissen, das für den Erfolg solcher Großprojekte entscheidend sei. Die Unternehmensführung betonte, Ziel sei es, diese Technologie zugänglich zu machen und damit den industriellen Wandel zu begleiten.

Spanien positioniert sich angesichts vergleichsweise niedriger Lohnkosten und unter dem EU-Durchschnitt liegender industrieller Strompreise als wachsendes Zentrum der europäischen Batteriefertigung. Neben dem neuen Werk entstehen drei weitere Projekte, darunter Vorhaben von Envision AESC, Volkswagens PowerCo sowie dem Unternehmen InoBat. Dennoch verweisen Verbände und Gewerkschaften in der Automobilregion Aragonien auf einen Mangel an technischem Fachwissen in der Batteriezellproduktion. Vertreter aus der Branche erklärten, Spanien habe diese Technologie bisher nicht hergestellt, weshalb umfangreiche Ausbildungsprogramme notwendig seien.

Der spanische Minister für Industrie und Tourismus unterstrich bei der Veranstaltung die Bedeutung des Technologietransfers. Es sei erforderlich, von jenen zu lernen, die über entsprechende Erfahrung verfügen. Spanien betone weiterhin seine Bereitschaft, mit allen Ländern, einschließlich China, zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig entstehen in Europa Bestrebungen, stärkere Anforderungen an die lokale Beschaffung im Automobilsektor durchzusetzen, um sich gegenüber chinesischen Wettbewerbern besser zu schützen.

Die Fabrik in Figueruelas soll Ende 2026 die Produktion aufnehmen und Batterien für mehrere Stellantis-Werke liefern. Berichte über den möglichen Einsatz von bis zu 2.000 chinesischen Arbeitskräften in der Bauphase wurden nicht bestätigt. Das Unternehmen sucht derzeit Subunternehmer und signalisiert Offenheit für lokale Beschäftigung. Zudem sind Kooperationen mit Universitäten geplant, um Ausbildungsprogramme aufzubauen und ausgewählte Mitarbeiter zur Schulung nach China zu entsenden. Langfristig soll der Anteil chinesischer Angestellter auf unter 10 Prozent sinken.

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