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Spotify setzt auf Wachstum und Preiserhöhungen

Streamingdienst übertrifft Prognosen und stärkt Fokus auf Podcasts, Videos und neue Märkte

Spotify setzt auf Wachstum und Preiserhöhungen

Spotify rechnet für das vierte Quartal mit einem Gewinn über den Erwartungen von Wall Street. Das Unternehmen setzt dabei auf starkes Nutzerwachstum und höhere Einnahmen durch Preiserhöhungen während der umsatzstarken Feiertagssaison. Es ist der erste Ergebnisbericht seit der Ankündigung im September, dass Gründer und CEO Daniel Ek im Januar in die Rolle des Executive Chairman wechseln wird.

Der schwedische Audio-Streamingdienst erwartet ein operatives Ergebnis von 620 Millionen Euro und übertrifft damit die von Analysten prognostizierten 618,6 Millionen Euro. Auch im dritten Quartal lagen die Ergebnisse über den Erwartungen. In den letzten Jahren hat Spotify die Preise für seine Premium-Abonnements in mehr als 150 Märkten angehoben und darauf gesetzt, dass die große Verbreitung der Plattform dafür sorgt, dass die Nutzer treu bleiben.

Daniel Ek erklärte, die Investitionsprioritäten lägen auf dem Ausbau des Umsatzwachstums und der Gewinnung neuer Nutzer, insbesondere in aufstrebenden Märkten. Zudem soll das Angebot an Podcasts, Videos und Hörbüchern erweitert werden. Nach eigenen Angaben sieht das Unternehmen noch erhebliches Wachstumspotenzial im Kerngeschäft.

Zur Steigerung der Attraktivität hat Spotify eine verlustfreie Audioqualität („Lossless Audio“) eingeführt und das Hörbuchangebot seit seiner Einführung vor rund zwei Jahren auf 500.000 Titel in 14 Märkten verdreifacht. Der Hörbuchkonsum stieg dadurch um mehr als ein Drittel. Darüber hinaus setzt das Unternehmen zunehmend auf Video-Inhalte. Inzwischen sind fast 500.000 Video-Podcast-Formate auf der Plattform verfügbar.

Die Zahl der Premium-Abonnenten stieg im dritten Quartal um 12 % auf 281 Millionen, während die monatlich aktiven Nutzer um 17 Millionen auf insgesamt 713 Millionen zunahmen. Für das vierte Quartal erwartet Spotify einen weiteren Zuwachs um acht Millionen Premium-Kunden auf 289 Millionen, leicht unter den Markterwartungen. Die Prognose von 745 Millionen monatlich aktiven Nutzern liegt dagegen über den Schätzungen von 737,3 Millionen.

Der Umsatz im vierten Quartal soll bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen und damit im Rahmen der Prognosen. Die Einnahmen im dritten Quartal hatten zuvor mit einem Plus von 7 % die Erwartungen übertroffen. Trotz schwankender Kursbewegungen blieb die Aktie leicht im Minus, liegt aber seit Jahresbeginn um etwa 44 % im Plus.

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