Spotify verkauft ab Frühjahr physische Bücher über App
Premium-Nutzer in USA und UK können Hardcover und Taschenbücher direkt bestellen

Der schwedische Streaming-Riese Spotify erweitert sein Geschäftsmodell und steigt in den Verkauf physischer Bücher ein. Ab diesem Frühjahr können Premium-Abonnenten in den USA und Großbritannien Hardcover- und Taschenbücher direkt über die Spotify-App kaufen. Das Unternehmen reagiert damit auf die wachsende Konkurrenz durch Tech-Giganten wie Apple und Amazon.
Für die Umsetzung kooperiert Spotify mit der Plattform Bookshop.org, die Preisgestaltung, Lagerhaltung und Versand übernimmt. Bookshop.org teilt einen Teil seiner Gewinne mit lokalen, unabhängigen Buchhandlungen. Spotify erhält für jeden über die App getätigten Kauf eine Affiliate-Provision, deren Höhe nicht genannt wurde.
Der Einstieg in den Buchhandel erfolgt zu einem schwierigen Zeitpunkt für die Branche. Der Markt für physische Bücher stagniert, da immer mehr Nutzer auf E-Books und digitale Quellen umsteigen. Jüngste Beispiele sind rückläufige Bestellungen bei Verlagen wie HarperCollins und die Schließung des traditionsreichen Buchhändlers Baker & Taylor im Januar nach fast 200 Jahren Geschäftstätigkeit.
Hörbuch-Geschäft wächst deutlich
Die neue Buchsparte ergänzt Spotifys erfolgreiches Hörbuch-Angebot, das 2022 gestartet wurde. Mittlerweile ist der Service in 22 Märkten weltweit verfügbar, der englischsprachige Katalog umfasst über 500.000 Titel. Die Zahlen sprechen für sich: Die Zahl neuer Hörer stieg um 36 Prozent, die Hörstunden legten um 37 Prozent zu.
Zusätzlich führt Spotify die innovative Funktion "Page Match" ein. Nutzer können mit der Smartphone-Kamera eine Seite ihres gedruckten Buches oder E-Books scannen und direkt zur entsprechenden Stelle im Hörbuch springen. Ein erneuter Scan zeigt dann die exakte Position zum Weiterlesen an. Die Funktion startet zunächst für die meisten englischsprachigen Titel und soll bis zum 23. Februar für alle Hörbuch-Nutzer verfügbar sein.
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Zur AktienanalysePreiserhöhung in drei Märkten
Parallel zu den Neuerungen hat Spotify die Preise für Premium-Abonnements in den USA, Estland und Lettland um einen Dollar auf 12,99 Dollar monatlich erhöht. Die Expansion in neue Geschäftsfelder und technische Innovationen sollen die Position des Unternehmens im hart umkämpften Streaming-Markt stärken.


