St Barbara plant 200.000 Unzen Goldproduktion bis 2031
Der australische Goldproduzent St Barbara hebt seine Produktionsprognose an – getrieben vom Wachstumsprojekt New Simberi in Papua-Neuguinea.

Der an der australischen Börse ASX notierte Goldproduzent St Barbara hat seine Produktionsziele deutlich nach oben korrigiert. Das Unternehmen peilt eine jährliche Goldproduktion von 200.000 Unzen bis zum Geschäftsjahr 2031 an. Treiber dieser ambitionierten Wachstumsstrategie ist vor allem das Goldprojekt New Simberi in Papua-Neuguinea.
Das geplante Wachstum ist beeindruckend: Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 59 Prozent soll die Produktion von 48.000 Unzen im Geschäftsjahr 2027 auf mindestens 191.000 Unzen bis zum Geschäftsjahr 2030 steigen. Im darauffolgenden Geschäftsjahr 2031 soll dann die Marke von 200.000 Unzen pro Jahr erreicht werden.
Vollständige Finanzierung gesichert
St Barbara betont, vollständig finanziert zu sein, um den anstehenden Kapitalbedarf für seine Schlüsselprojekte zu decken. Die geplanten Investitionen verteilen sich auf drei zentrale Vorhaben:
108 Millionen US-Dollar
für das Goldprojekt New Simberi in Papua-Neuguinea
6 Millionen US-Dollar
für das Wiederanlaufprojekt Touquoy in Nova Scotia, Kanada
201 Millionen US-Dollar
für das Verarbeitungszentrum 15-Mile
Das Wiederanlaufprojekt Touquoy in der kanadischen Provinz Nova Scotia umfasst die Sanierung der bestehenden Anlage sowie die Schaffung von Lagerkapazitäten für Rückstände im vorhandenen Tagebau. Es handelt sich damit um eine Reaktivierung bereits vorhandener Infrastruktur, was den Kapitalbedarf vergleichsweise gering hält.
Verarbeitungszentrum 15-Mile als langfristiger Anker
Das mit Abstand kapitalintensivste Projekt ist das Verarbeitungszentrum 15-Mile. Dieses Vorhaben sieht die Zusammenführung der Lagerstätten Cochrane Hill und Beaver Dam in einer zentralen Verarbeitungsanlage vor. St Barbara positioniert das 15-Mile-Zentrum als langfristiges Produktionszentrum mit geringen Kapitalkosten, wobei regionale Synergien genutzt werden sollen, um den Bedarf an mehreren Deponien für Rückstände zu verringern.
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Zur AktienanalyseDie langfristige Planungssicherheit des Unternehmens wird durch die langen Minenlaufzeiten seiner Projekte unterstrichen. Das Projekt New Simberi verfügt über eine Minenlaufzeit von 14 Jahren, die Projekte in Nova Scotia kommen auf 11 Jahre. Diese langen Laufzeiten bieten St Barbara eine solide Grundlage für seine Wachstumsstrategie.
Zwei gleichwertige Produktionssäulen
Die künftige Produktionsstruktur von St Barbara basiert auf zwei annähernd gleichwertigen Säulen. Einerseits soll die zurechenbare Produktion aus dem Projekt New Simberi auf 100.000 Unzen pro Jahr anwachsen. Andererseits wird für das Verarbeitungszentrum 15-Mile eine ähnliche Produktionsleistung prognostiziert. Damit verteilt St Barbara sein Produktionsrisiko geografisch auf Papua-Neuguinea und Kanada – zwei politisch stabile Bergbauregionen.
Für deutsche Privatanleger, die den Goldsektor beobachten, ist St Barbara ein Beispiel für einen mittelgroßen Goldproduzenten, der durch gezielte Projektentwicklung und Kapitaleffizienz ein erhebliches organisches Wachstum anstrebt. Die vollständige Finanzierung der Projekte reduziert das Verwässerungsrisiko für bestehende Aktionäre und unterstreicht die operative Reife des Unternehmens.


