Stabilität der Ölpreise trotz gegensätzlicher Markteinflüsse
Winternachfrage, US-Bestände und Saudi-Arabiens Lieferanpassungen im Fokus

Ölpreise blieben am Donnerstag stabil, während sich Investoren zwischen der gestiegenen Nachfrage nach Winterbrennstoffen und den hohen Kraftstoffbeständen in den USA positionierten. Brent-Rohöl-Futures notierten mit einem leichten Rückgang um drei Cent bei 76,13 USD pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate um zehn Cent auf 73,22 USD fiel. Beide Benchmarks hatten am Mittwoch mehr als ein Prozent verloren, was auf einen stärkeren Dollar und einen unerwartet großen Anstieg der US-Kraftstoffbestände zurückzuführen war.
Analysten von JPMorgan gehen davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) auf insgesamt 101,4 Millionen bpd zunehmen wird. Dieser Anstieg wird vor allem durch eine verstärkte Nutzung von Heizbrennstoffen in der nördlichen Hemisphäre angetrieben, die durch kältere als gewöhnliche Winterbedingungen und eine frühzeitige Zunahme von Reiseaktivitäten in China zum chinesischen Neujahrsfest gefördert wird.
Die Marktstruktur für Brent-Futures zeigt, dass Händler zunehmend Bedenken hinsichtlich einer möglichen Angebotsverknappung bei gleichzeitig steigender Nachfrage haben. Der Aufschlag des vorderen Brent-Kontrakts gegenüber dem sechs Monate später fälligen Kontrakt erreichte am Mittwoch den höchsten Stand seit August. Eine solche Verengung, auch als Backwardation bekannt, deutet üblicherweise auf ein knappes Angebot oder eine gestiegene Nachfrage hin.
Gleichzeitig meldete die US-Energieinformationsbehörde (EIA) einen Anstieg der Benzin- und Destillatbestände in der vergangenen Woche. Diese Entwicklung, zusammen mit einem stärkeren Dollar, der durch steigende Renditen von US-Staatsanleihen gestützt wird, sorgt für einen anhaltenden Druck auf die Ölpreise. Experten erwarten, dass die US-Sorte WTI in den kommenden Wochen innerhalb eines Bereichs von 67,55 bis 77,95 USD schwanken wird, da der Markt auf Klarheit über die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen US-Regierung und potenzielle fiskalpolitische Impulse aus China wartet.
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Zur AktienanalyseUnterdessen wird erwartet, dass Saudi-Arabien seine Rohöllieferungen nach China im Februar im Vergleich zum Vormonat reduzieren wird. Grund hierfür sind die erstmals seit drei Monaten erhöhten offiziellen Verkaufspreise des Königreichs für den asiatischen Markt, wie aus Handelskreisen zu erfahren war.


