Stada: Verkauf oder Börsengang?
Arzneimittelhersteller vor bedeutenden Veränderungen

Der deutsche Arzneimittelhersteller Stada steht möglicherweise vor bedeutenden Veränderungen. Gemäß einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters könnten die derzeitigen Eigentümer, die Private-Equity-Firmen Bain und Cinven, bereits nach dem Sommer entweder einen Verkauf oder einen Börsengang des Unternehmens anstreben. Dies geht aus Informationen von drei Quellen hervor, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Sollten die aktuellen Eigentümer keinen ausreichend attraktiven Verkaufspreis erzielen können, wird als Alternativoption ein Börsengang in Frankfurt ins Auge gefasst. Insidern zufolge würde Stada in diesem Szenario einen beträchtlichen Teil des Emissionsvolumens behalten, um die bestehende hohe Verschuldung des Unternehmens zu reduzieren.
Potenzielle Bieter für einen Verkauf sind derzeit die Beteiligungsgesellschaften CVC, KKR und Clayton Dubilier & Rice (CD&R). Bain und Cinven sollen laut Insiderinformationen eine Bewertung von bis zu zehn Milliarden Euro anstreben. Weder Stada noch die beteiligten Parteien äußerten sich bisher zu diesen Spekulationen.
Stada war 2017 von Bain und Cinven für 5,3 Milliarden Euro übernommen und von der Börse genommen worden. Das Unternehmen mit Sitz in Bad Vilbel bei Frankfurt ist bekannt für Produkte wie Ladival-Sonnenmilch und Grippostad C. Im vergangenen Jahr verzeichnete Stada einen Anstieg des bereinigten Konzernumsatzes um 14 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro, während der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um 19 Prozent auf 802 Millionen Euro stieg.
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Zur AktienanalyseDas Management von Stada hat angeblich im April Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen und plant, noch vor dem Sommer Gebote einzuholen und eine Entscheidung zu treffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob Stada tatsächlich einen neuen Weg einschlagen wird – sei es durch einen Verkauf oder einen erneuten Börsengang.


