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Stada plant milliardenschweren Börsengang zu Ostern

Fokus auf Schuldenabbau und Expansion durch strategische Zukäufe

Stada plant milliardenschweren Börsengang zu Ostern

Der deutsche Pharmakonzern Stada plant, um Ostern herum an die Frankfurter Börse zu gehen. Mit diesem Schritt streben die aktuellen Eigentümer, die Private-Equity-Gesellschaften Bain und Cinven, eine Einnahme von ein bis zwei Milliarden Euro an. Ziel des Börsengangs ist es insbesondere, die Schulden des Unternehmens zu reduzieren, die 2023 bei 5,5 Milliarden Euro lagen. Diese resultieren vor allem aus umfangreichen Zukäufen, die seit 2017 durchgeführt wurden.

Stada war bereits in der Vergangenheit börsennotiert, wurde jedoch 2017 von Bain und Cinven für 5,3 Milliarden Euro übernommen und drei Jahre später von der Börse genommen. Mit dem geplanten erneuten Börsengang verfolgt das Unternehmen das Ziel, eine Bewertung von bis zu 15 Milliarden Euro zu erreichen. Bereits im Jahr 2023 hatte Stada mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn seine Marktposition weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis (Ebitda) mit 802 Millionen Euro um 19 Prozent wuchs.

Besondere Fortschritte erzielte das Unternehmen im Bereich der rezeptfreien Arzneimittel. Mit einem Umsatz von 1,46 Milliarden Euro im Jahr 2023 ist dieser Bereich inzwischen nahezu gleich groß wie die Sparte der Generika. Produkte wie das Grippemittel Grippostad und der Hustensaft Silomat haben dabei wesentlich zur Marktführerschaft in Deutschland beigetragen. Zudem wuchs der Bereich der Spezialmedikamente, etwa für die Parkinson-Therapie, um 25 Prozent auf 749 Millionen Euro.

Ein weiterer bedeutender Schritt war die Ausgliederung des Russlandgeschäfts, das in eine eigenständige Gesellschaft namens Nizhpharm übertragen wurde. Diese Maßnahme sollte potenzielle Belastungsfaktoren für den geplanten Börsengang beseitigen. Das Russlandgeschäft hatte zuvor mehr als 15 Prozent zum Umsatz beigesteuert und operierte trotz des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weiterhin erfolgreich.

Seit der Übernahme durch Bain und Cinven investierte Stada etwa 1,6 Milliarden Euro in Zukäufe und erwarb Produkte von großen Pharmakonzernen wie Takeda, GSK und Sanofi. Die Strategie des Unternehmens zielt auf eine starke Diversifikation ab, die sich auch in der Expansion des Consumer-Healthcare-Segments und der Entwicklung von Biotech-Nachahmerprodukten widerspiegelt. Als Banken für den Börsengang wurden unter anderem JP Morgan, Morgan Stanley und Jefferies beauftragt.

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