Starke Quartalsergebnisse bei deutschen Unternehmen
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Die Berichtssaison der Unternehmen für das erste Quartal 2023 ist in vollem Gange und die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen mit unterschiedlichen Herausforderungen kämpfen. Während einige Unternehmen von einer robusten Nachfrage profitieren und ihre Prognosen für das Jahr 2023 erhöhen, kämpfen andere mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen sowie sinkenden Aktienkursen.
Der deutsche Industriegase-Konzern Linde gehört zu den Unternehmen, die von einer soliden Geschäftsentwicklung im ersten Quartal berichten können. Dank seiner Sparbemühungen konnte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr erhöhen. Linde erwartet nun, dass der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 13,45 und 13,85 US-Dollar liegen wird. Im Vergleich dazu hatte das Unternehmen zuvor nur 30 Cent weniger prognostiziert. Im ersten Quartal des Jahres konnte das Unternehmen ein Ergebnisplus von 17 Prozent auf 3,42 US-Dollar verbuchen.
Auch der Energiekonzern RWE konnte im ersten Quartal 2023 ein starkes Ergebnis vorweisen. Dank höherer Erträge aus der internationalen Stromerzeugung konnte das Unternehmen seinen bereinigten Nettogewinn auf 1,7 Milliarden Euro steigern, nach nur zwei Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. RWE bestätigte seine Jahresprognose und das Ziel einer Dividende von einem Euro je Aktie.
Die Deutsche Bank startete das Jahr 2023 mit einem Gewinnanstieg und dem elften Gewinnquartal in Folge. Deutschlands größtes Geldhaus konnte im ersten Quartal 1,158 Milliarden Euro Gewinn verbuchen, ein Plus von neun Prozent. Trotzdem will die Bank weiterhin Stellen abbauen, um ihre Kosten zu senken.
Andere Unternehmen hatten im ersten Quartal jedoch mit Herausforderungen zu kämpfen. Der südkoreanische Technologieriese Samsung zum Beispiel kämpfte mit einem Gewinneinbruch von 86 Prozent im Jahresvergleich, da die Nachfrage nach Speicherchips schwach war und es ein Überangebot auf dem Markt gab. Die Chipsparte wies erstmals seit 14 Jahren wieder einen Verlust aus.
Auch der deutsche Kochboxenversender HelloFresh hatte im ersten Quartal mit einem Rückgang des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu kämpfen, obwohl der Umsatz um rund fünf Prozent auf etwa zwei Milliarden Euro gestiegen ist. Der Grund dafür war eine geringere Nachfrage asiatischer Kunden.
Die deutsche Pharmaindustrie erwartet nach dem Boom durch die Corona-Impfstoffe im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang in 2023. Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) prognostiziert einen Umsatzrückgang von rund 5 Prozent und eine Schrumpfung der Produktion um 1,7 Prozent. Die Unternehmen sind gezwungen, Rationalisierungsmaßnahmen zu ergreifen, was sich bereits in reduzierten Investitionsplänen zeigt.
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Zur AktienanalyseAuch Merck & Co meldete starke Zahlen für das erste Quartal, da das Ende der Pandemie dazu führte, dass wieder mehr Krebspatienten behandelt wurden. Merck & Co erwartet jedoch eine deutliche Umsatzerosion bei Lagevrio im laufenden Jahr aufgrund der schwachen Nachfrage nach Speicherchips. Samsung, der Marktführer in diesem Bereich, verzeichnete im ersten Quartal aufgrund der schwachen Nachfrage nach Speicherchips, einem Überangebot und Preisrückgängen einen Gewinneinbruch von 86 Prozent im Jahresvergleich. Das Unternehmen erwartet jedoch, dass sich die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte langsam wieder erholt.
Ein weiteres Unternehmen, das eine solide Leistung im ersten Quartal 2023 erbracht hat, ist der Zahlungsdienstleister Mastercard. Trotz der anhaltenden Inflation konnte das Unternehmen den Nettoumsatz um elf Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar steigern. Die Kunden haben vor allem in den Bereichen Reisen und Gastronomie mehr ausgegeben, was zu einer Steigerung der Ausgaben außerhalb der Länder führte, in denen die Karte ausgestellt wurde. In ähnlicher Weise wies Visa einen höher als erwarteten Gewinn aus, während Amex wegen Rückstellungen die Erwartungen verfehlte.

