Starmer trifft Rivale Streeting nach gescheitertem Sturz-Komplott
Trotz Rücktritten auf Ministerebene und Rücktrittsforderungen von 90 Abgeordneten bleibt Starmer vorerst im Amt.

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer steht unter massivem Druck. Am Mittwochmorgen trifft er sich hinter verschlossenen Türen mit einem seiner wichtigsten Rivalen – noch bevor die offizielle Gesetzgebungsagenda der Regierung vorgestellt wird. Viele innerhalb der regierenden Labour-Partei trauen Starmer die Umsetzung dieser Agenda nicht mehr zu.
Eine Reihe von Rücktritten auf Ministerebene konnte den Sturz des Premierministers in dieser Woche bislang nicht erzwingen. Dennoch steht Starmer ein weiterer Tag unter erheblichem politischen Druck bevor. Die Lage in der Labour-Partei gilt als angespannt wie selten zuvor.
Thronrede unter ungewöhnlichen Umständen
König Charles III. wird die Thronrede unter bizarren Umständen halten. Rund 90 Abgeordnete haben den Premierminister zuvor öffentlich zum Rücktritt aufgefordert – mit dem Ziel, der Labour-Partei die Wahl eines neuen Parteichefs zu ermöglichen. Die Thronrede markiert traditionell den Beginn einer neuen Parlamentssitzung und stellt das Regierungsprogramm vor.
Das Treffen mit dem als Rivalen geltenden Wes Streeting findet zu einem politisch heiklen Zeitpunkt statt. Streeting gilt innerhalb der Labour-Partei als einer der prominentesten potenziellen Nachfolger Starmers. Das Gespräch hinter verschlossenen Türen dürfte in Westminster für erhebliche Aufmerksamkeit sorgen.
Politische Krise in der Labour-Partei
Die aktuelle Krise zeigt, wie fragil Starmers Position an der Spitze der britischen Regierung geworden ist. Ministerrücktritte und ein offener Aufstand von rund 90 Parlamentsabgeordneten innerhalb der eigenen Partei sind ein ungewöhnlich deutliches Signal des Misstrauens gegenüber einem amtierenden Premierminister.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Beobachter ist die Situation vergleichbar mit innerparteilichen Führungsdebatten, wie sie auch in Deutschland bekannt sind – allerdings vollzieht sich die britische Parlamentspolitik traditionell schneller und öffentlicher. In Westminster kann ein Premierminister durch den Druck der eigenen Fraktion innerhalb weniger Tage zum Rücktritt gezwungen werden.
Ob Starmer die Krise überstehen wird, bleibt offen. Der Mittwoch mit der Thronrede und dem Treffen mit seinem Rivalen dürfte ein entscheidender Tag für die Zukunft seiner Regierung werden.


