Steffen Kassner übernimmt Führungsrolle bei Schauinsland-Reisen
Der 29-Jährige tritt in die Geschäftsführung ein und setzt auf bewährte Traditionen

Steffen Kassner, 29 Jahre alt, hat am 5. Juni 2024 eine bedeutende Rolle in der Geschäftsführung von Schauinsland-Reisen übernommen, einem der größten Reiseveranstalter Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Vater Gerald Kassner leitet er das Unternehmen, das 1918 gegründet wurde und sich über die Jahre zu einem der führenden Anbieter in der Tourismusbranche entwickelt hat. Schauinsland-Reisen, ursprünglich von Erich Kassner als Speditionsunternehmen gegründet, hat sich seit den 1930er Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und zählt heute mit einem Jahresumsatz von 2,15 Milliarden Euro zu den Top Drei der deutschen Reiseveranstalter.
Das Unternehmen, das 1997 noch aus nur 24 Mitarbeitern bestand, beschäftigt heute über 1200 Menschen, davon etwa 600 in der Zentrale in Duisburg. Steffen Kassner, der neben seinem Vater in die Geschäftsführung aufrückt, steht vor der Herausforderung, sich in einem Führungsteam aus erfahrenen Managern zu behaupten. Dazu gehören unter anderem der Hoteleinkäufer Andreas Rüttgers, Finanzchef Klaus Erdmann und der Vertriebsleiter Detlef Schroer, die bereits seit vielen Jahren maßgeblich an den Entscheidungen des Unternehmens beteiligt sind.
Trotz seiner relativ jungen Jahre hat Steffen Kassner bereits umfassende Erfahrungen im Familienunternehmen gesammelt. Er begann seine Karriere als Praktikant in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, bevor er nach seinem Studium des internationalen Tourismusmanagements in Sydney und einem Master in Corporate Finance & Controlling alle wichtigen Unternehmensbereiche durchlief. In der Coronakrise bewies er sein Engagement, indem er sich um die Rückerstattung angezahlter Pauschalreisen kümmerte und neue Reiseprodukte entwickelte. Auch bei der Fluggesellschaft Sundair, die zur Schauinsland-Gruppe gehört, sammelte er wertvolle Erfahrungen.
Obwohl Steffen Kassner nun eine Schlüsselposition im Unternehmen innehat, bleibt die strategische Ausrichtung konservativ. Das Unternehmen setzt weiterhin stark auf den Vertrieb über Reisebüros, anstatt verstärkt auf digitale Kanäle zu setzen. Künstliche Intelligenz soll im Unternehmen vor allem dazu dienen, die internen Arbeitsprozesse zu optimieren, während der direkte Einsatz im Vertrieb eher zurückhaltend betrachtet wird. Gerald Kassner betont, dass das Unternehmen auch in Zukunft im Familienbesitz bleiben und gesund wachsen soll, ohne auf aggressive Zukäufe zu setzen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseWie die Zukunft von Schauinsland-Reisen und die Rolle von Steffen Kassner genau aussehen werden, bleibt abzuwarten. Gerald Kassner plant, das operative Geschäft in den nächsten drei bis fünf Jahren schrittweise an seinen Sohn zu übergeben, wobei die genaue Übergabe der Gesellschafteranteile noch ungeklärt ist. Steffen Kassner, der trotz seiner neuen Aufgaben weiterhin seiner Leidenschaft für die Fliegerei nachgeht, hat damit begonnen, in seiner Freizeit eine Flugschule zu besuchen.


