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Stellantis schreibt 25 Milliarden Euro ab und rutscht in Verlust

Der Jeep- und Fiat-Konzern verzeichnet den ersten Jahresverlust seiner Geschichte – ausgelöst durch massive Abschreibungen auf Elektrofahrzeug-Investitionen.

Stellantis schreibt 25 Milliarden Euro ab und rutscht in Verlust

Stellantis hat für das Gesamtjahr 2025 einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro ausgewiesen – der erste Jahresverlust in der Geschichte des Konzerns. Im Vorjahr hatte der Automobilriese noch einen Gewinn von 5,5 Milliarden Euro erzielt. Auslöser der dramatischen Kehrtwende sind Abschreibungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro, die im Rahmen einer umfassenden strategischen Neuausrichtung vorgenommen wurden.

Der Konzern, zu dem Marken wie Jeep, Dodge, Fiat, Chrysler und Peugeot gehören, fährt seine Elektrofahrzeug-Strategie drastisch zurück. Damit steht Stellantis nicht allein: Auch GM, Ford und Honda haben in den vergangenen Monaten Milliarden-Abschreibungen auf EV-Investitionen angekündigt. Die gesamte Branche revidiert ihre ambitionierten Elektrifizierungspläne angesichts schwächerer Nachfrage und hoher Kosten.

Dividende ausgesetzt, Anleihen begeben

Stellantis setzt die Dividende für 2026 aus – ein Schritt, der bereits im Vorfeld signalisiert worden war. Gleichzeitig begab das Unternehmen Hybridanleihen im Wert von bis zu 5 Milliarden Euro, um die Bilanz zu stärken. Für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern seine Prognose: Ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Bereich werden angepeilt.

Trotz des historischen Jahresverlustes zeigte Stellantis in der zweiten Jahreshälfte 2025 eine solide operative Entwicklung. Die konsolidierten Auslieferungen lagen bei 2,8 Millionen Einheiten, wobei Nordamerika den stärksten Beitrag leistete. Die Nettoumsatzerlöse stiegen im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 79,25 Milliarden Euro.

Aktie legt trotz Verlust zu

Das Unternehmen führt die positive Entwicklung auf verbesserte operative Effizienz, disziplinierte kommerzielle Strategien und die Stärke seines globalen Markenportfolios zurück. Die in Mailand notierten Stellantis-Aktien reagierten überraschend positiv auf die Zahlen: Nach einem kurzzeitigen Handelsstopp bei einem Plus von rund 5 Prozent notierten die Papiere zuletzt mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent. Das Papier hatte seit Jahresbeginn deutlich im Minus gelegen, sodass die Ergebnisse offenbar als Wendepunkt gewertet werden.

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