Stellenkürzung bei Softwaretochter von VW?
2000 Stellen könnten im Zuge der Umstrukturierung wegfallen

Die Volkswagen AG steht vor großen Veränderungen in ihrer Softwaretochter Cariad. Laut einem Bericht des „Manager Magazins“ plant der neue Spartenchef Peter Bosch, im Rahmen eines umfassenden Sanierungsplans bis zu 2000 der weltweit 6000 Arbeitsplätze abzubauen. Dieser ambitionierte Plan wird vom VW-Konzernchef Oliver Blume unterstützt und soll ab 2024 umgesetzt werden. Allerdings hat der Cariad-Chef Bosch noch nicht die endgültige Zustimmung der Gremien erhalten, um diesen massiven Stellenabbau durchzuführen.
Das Hauptziel dieses ambitionierten Sanierungsplans ist es, Cariad in einen wettbewerbsfähigen und zuverlässigen Softwarepartner für die verschiedenen Marken des Volkswagen-Konzerns zu verwandeln. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass der Vorstand von Cariad bereits seit dem Sommer an einer umfassenden Neuaufstellung arbeitet. Es wird erwartet, dass weitere Informationen zu dieser geplanten Transformation bekannt gegeben werden, sobald die zuständigen Gremien ihre Entscheidungen getroffen haben.
Die Diskussionen um den geplanten Stellenabbau sind jedoch nicht ohne Kontroversen. Ein Sprecher des Konzernbetriebsrats hat bereits klargestellt, dass sie gegen einen pauschalen Stellenabbau vorgehen werden. Zudem betonte er, dass bisher keine konkreten Informationen darüber vorliegen, welche Bereiche von Cariad von dem geplanten Stellenabbau betroffen sein werden. Darüber hinaus besteht derzeit ein Beschäftigungsschutzabkommen, das bis mindestens Mitte 2025 gültig ist und betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.
Cariad hat für Volkswagen eine strategische Bedeutung, da das Unternehmen die Softwareentwicklung im Konzern bündeln möchte. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Transformation der Produktpalette in Richtung Elektrofahrzeuge von großer Bedeutung. In der Vergangenheit führten jedoch Probleme bei der Softwareentwicklung zu erheblichen Verzögerungen bei wichtigen Fahrzeugprojekten, was letztlich zur Ablösung des ehemaligen Konzernchefs Herbert Diess führte.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseIn Reaktion auf diese Herausforderungen initiierte der aktuelle Konzernchef Oliver Blume einen personellen Neustart bei Cariad, bei dem drei der vier Vorstandsmitglieder ausscheiden mussten. Peter Bosch, der vorherige Produktionsvorstand der Konzerntochter Bentley und jetzt Spartenchef von Cariad, ist bekannt für seine Erfahrung in der Sanierung von Unternehmensteilen.


