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Straße von Hormus gesperrt: Hapag-Lloyd im Krisenmodus

Nach dem US-Angriff auf den Iran blockiert Teheran eine der wichtigsten Seerouten der Welt.

Straße von Hormus gesperrt: Hapag-Lloyd im Krisenmodus

Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran trifft die globale Schifffahrt mit voller Wucht. Teheran reagierte damit auf den US-Angriff und legte eine Wasserstraße lahm, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gastransports fließt. Die wirtschaftlichen Folgen für Energiemärkte und Lieferketten sind gravierend.

Besonders betroffen sind auch deutsche Reedereien. Laut dem deutschen Reeder-Verband sitzen derzeit 25 Schiffe unter deutscher Flagge oder in deutschem Besitz in der Bucht fest. Darunter befinden sich zwei Kreuzfahrtschiffe, mehrere Gastanker sowie Containerschiffe – ein breites Spektrum an Schiffstypen, das die Reichweite der Krise verdeutlicht.

Hapag-Lloyd koordiniert den Krisenstab

Für den Hamburger Börsenwert Hapag-Lloyd steht Kapitänin Silke Lehmköster an vorderster Front. Sie leitet den Krisenstab des Unternehmens und koordiniert das Flottenmanagement in dieser außergewöhnlichen Lage. Im Interview mit der Wirtschaftswoche schildert sie, wie sie versucht, das logistische Chaos zu bewältigen und die festsitzenden Schiffe zu koordinieren.

Für Anleger ist die Situation von besonderer Bedeutung. Sperrungen wichtiger Seerouten treiben erfahrungsgemäß die Frachtraten in die Höhe – ein Effekt, den die Branche zuletzt während der Huthi-Angriffe im Roten Meer beobachten konnte. Gleichzeitig steigen durch Umwege die Betriebskosten, was die Margen unter Druck setzen kann.

Die Straße von Hormus gilt als einer der sensibelsten Engpässe der Weltwirtschaft. Rund 20 Prozent des global gehandelten Öls passieren diese schmale Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Eine anhaltende Blockade hätte weitreichende Konsequenzen für Energiepreise und die globale Konjunktur.

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