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Strathcona startet feindliche Übernahme von MEG Energy

Ziel: Zusammenschluss zu großem Ölsand-Produzenten und Einsparungen von 175 Millionen Dollar jährlich

 Strathcona startet feindliche Übernahme von MEG Energy

Der kanadische Öl- und Gasproduzent Strathcona Resources hat angekündigt, ein feindliches Übernahmeangebot im Wert von 5,93 Milliarden kanadischen Dollar für den Konkurrenten MEG Energy zu unterbreiten. Das Angebot soll vollständig in bar und Aktien erfolgen. Ziel der geplanten Übernahme ist es, eines der größten Unternehmen im Bereich der kanadischen Ölsandproduktion zu schaffen. Mit der Fusion würde Strathcona zum fünftgrößten Ölproduzenten des Landes aufsteigen.

Strathcona hatte bereits am 28. April ein erstes Angebot an den Vorstand von MEG Energy gerichtet. Dieses wurde jedoch am 13. Mai abgelehnt. In der Zwischenzeit hat sich Strathcona über Käufe am Markt bereits einen Anteil von fast neun Prozent an MEG gesichert. Das Unternehmen beabsichtigt, das offizielle Angebot in den nächsten zwei Wochen einzureichen, zeigt sich jedoch weiterhin gesprächsbereit gegenüber dem Vorstand von MEG.

Das Angebot von Strathcona sieht für jede MEG-Aktie die Ausgabe von 0,62 eigenen Aktien sowie eine Barzahlung von 4,10 kanadischen Dollar vor. Dies entspricht einem Gesamtwert von 23,27 kanadischen Dollar je Aktie und damit einer Prämie von 9,3 Prozent auf den zuletzt festgestellten Börsenkurs von MEG. Der Vorstand von MEG hat angekündigt, das Angebot sorgfältig zu prüfen, und rät den Aktionären derzeit zu keiner Handlung.

Analysten von Desjardins äußerten Zweifel daran, dass das Angebot erfolgreich sein wird. Sie bezeichneten die gebotene Prämie als zu gering und erwarten, dass möglicherweise auch andere große Ölproduzenten konkurrierende Angebote vorlegen könnten. Strathcona plant, den Baranteil des Übernahmeangebots durch eine Zwischenfinanzierung von Kreditgebern zu decken.

Der Hauptinvestor von Strathcona, der Waterous Energy Fund, der rund 80 Prozent der Anteile hält, beabsichtigt, sein Engagement im Zuge der Übernahme weiter auszubauen. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Transaktion würden die Aktionäre von MEG 37,8 Prozent des fusionierten Unternehmens halten, während Waterous etwas mehr als die Hälfte der Anteile kontrollieren würde.

Strathcona strebt durch die Fusion jährliche Einsparungen in Höhe von 175 Millionen kanadischen Dollar an. Diese sollen unter anderem durch reduzierte Ausgaben in den Bereichen Betrieb, Kapital und Zinsen erzielt werden. Die Offerte folgt auf den Verkauf von Strathconas Montney-Vermögenswerten für rund 2,84 Milliarden kanadische Dollar und den Erwerb des Hardisty Rail Terminals zur Fokussierung auf das Kerngeschäft mit Schweröl.

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