Streit um Fußball-Medienrechte
DAZN und DFL: Rechtsstreit und Preiserhöhungen bergen Konfliktpotenzial

Im Streit um die Fußball-Medienrechte zwischen DAZN und der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat DAZN eine Bankbürgschaft nachgereicht, wie von der DFL gefordert. Diese Maßnahme kommt jedoch zu spät, um Einfluss auf die Vergabe zu nehmen. Parallel dazu läuft eine Sammelklage gegen DAZN. Die Deutsche Fußball Liga hatte die Auktion der TV-Rechte vorübergehend gestoppt, nachdem DAZN Beschwerde eingereicht hatte. Das Unternehmen fühlte sich durch eine plötzliche Forderung nach einer Bankbürgschaft überrascht, die es nicht innerhalb eines Tages erfüllen konnte. Dies führte zu einem Briefwechsel zwischen DFL und DAZN, in dem gegenseitige Vorwürfe erhoben wurden. Trotz der nun eingereichten Bankbürgschaft wird sie voraussichtlich keinen Einfluss mehr auf die Vergabe der Rechte haben, da diese bereits entsprechend den Auktionsregeln vergeben wurden.
Der Streit spitzte sich zu, als DAZN in einem Brief an die DFL eine Ungleichbehandlung im Bieterverfahren anprangerte. Es behauptete, dass sein Angebot für das Paket B finanziell attraktiver und überzeugender gewesen sei als andere. Die DFL wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass keine Formfehler im Auktionsverfahren vorlägen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt den Streitfall.
Abseits des Rechtsstreits um die Medienrechte sieht sich DAZN mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: einer Sammelklage wegen unzulässiger Preiserhöhungen für Bestandskunden in den Jahren 2021 und 2022. Der Verbraucherzentrale Bundesverband reichte die Klage ein und betonte, dass solche Preiserhöhungen ohne Zustimmung der Nutzer rechtlich nicht zulässig seien. Betroffene könnten sich der Sammelklage anschließen, um mögliche Rückzahlungen zu erhalten.
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