Südafrikanische Platinmine sichert sich 288 GWh erneuerbare Energie
Energieanbieter NOA beliefert die Siyanda Bakgatla Platinum Mine in Limpopo mit grünem Strom über das nationale Übertragungsnetz.

Das Energieunternehmen NOA hat eine Vereinbarung zur Lieferung von jährlich 288 GWh erneuerbarer Energie an die Siyanda Bakgatla Platinum Mine in Swartklip, Provinz Limpopo, geschlossen. Die Mine ist eine Tochtergesellschaft von Siyanda Resources, an der die staatliche Public Investment Corporation eine bedeutende Beteiligung hält. Das Abkommen markiert einen wichtigen Schritt in der Dekarbonisierung des südafrikanischen Bergbausektors.
Die erneuerbaren Energien werden über das nationale Übertragungsnetz geliefert – ein Verfahren, das als „Wheeling" bezeichnet wird. Dabei speist der Energielieferant Strom aus einem diversifizierten Portfolio aus Windkraft-, Photovoltaik- und Batteriespeichersystemen ins Netz ein, der anschließend beim Abnehmer entnommen wird. Der Wheeling-Makler Solink Energy war in beratender Funktion an der Transaktion beteiligt.
Kostensenkung und Versorgungssicherheit als zentrale Ziele
Imraan Osman, CFO der Siyanda Bakgatla Platinum Mine, betonte die strategische Bedeutung der Vereinbarung für den Betrieb: „Energie ist einer der größten und am schwierigsten zu steuernden Kostenfaktoren in unserem Geschäft. In unserer Größenordnung stärken Verbesserungen bei der Preisgestaltung und Zuverlässigkeit der Energieversorgung direkt unsere Fähigkeit, Arbeitsplätze zu sichern, in unsere Mitarbeiter zu investieren und die Entwicklung der umliegenden Gemeinden weiter voranzutreiben."
Osman hob zudem hervor, dass die Lösung eine spürbare Kostenentlastung, mehr Flexibilität bei der Versorgung sowie einen glaubwürdigen Weg zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks biete – alles entscheidende Faktoren für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Minenbetrieb.
Die Vereinbarung beginnt zunächst als mittelfristige Regelung mit einer Option auf langfristige Verlängerung. Karel Cornelissen, CEO der NOA Group, erklärte dazu: „Die Siyanda Bakgatla Platinum Mine ist genau die Art von hochwertigem südafrikanischen Betrieb, die verdeutlicht, warum eine flexible, groß angelegte Lösung für erneuerbare Energien wichtig ist – sie bietet planbare Preissicherheit und Kosteneinsparungen im Vergleich zu bestehenden Alternativen und trägt zu den Dekarbonisierungszielen bei."
Hintergrund: Mine mit über 8.000 Beschäftigten
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Zur AktienanalyseDie Siyanda Bakgatla Platinum Mine wurde im Jahr 2018 von der damaligen Anglo American Platinum – heute unter dem Namen Valterra Platinum bekannt – erworben. Die Transaktion erfolgte durch eine Partnerschaft zwischen Siyanda Resources, der Bakgatla-Ba-Kgafela-Gemeinschaft und den 5.300 Mitarbeitern der Mine. Heute beschäftigt der Betrieb zusätzlich 2.800 externe Auftragnehmer, was die wirtschaftliche Bedeutung der Mine für die Region unterstreicht.
Platingruppenmetalle (PGM) – zu denen neben Platin auch Palladium und Rhodium zählen – sind für die Automobilindustrie und die Wasserstoffwirtschaft von zentraler Bedeutung. Südafrika ist weltweit der größte Produzent dieser Metalle. Angesichts steigender Energiekosten und des Drucks zur Emissionsreduzierung gewinnen erneuerbare Energielösungen im südafrikanischen Bergbausektor zunehmend an Bedeutung. Das Wheeling-Modell ermöglicht es Bergbauunternehmen dabei, grünen Strom zu beziehen, ohne eigene Erzeugungsanlagen errichten zu müssen.


