Südafrikanischer Rand hält sich nahe Fünfmonatshoch trotz schwacher Bergbaudaten
Der Rand behauptet sich trotz enttäuschender Bergbauproduktion dank globaler Rückenwind durch gedämpfte US-Zinserwartungen.
Der südafrikanische Rand zeigte sich am Donnerstag robust und notierte nahe seinem stärksten Stand seit fünf Monaten. Gegen 12:23 Uhr GMT stand die Währung bei 16,1350 gegenüber dem US-Dollar – nahezu unverändert zum vorherigen Schlusskurs. Dies geschah trotz enttäuschender heimischer Wirtschaftsdaten aus dem Bergbausektor.
Rückenwind erhielt der Rand vor allem durch globale Faktoren. Anleger nahmen Gewinne mit, nachdem US-Inflationsdaten die Erwartungen für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve im kommenden Monat deutlich gedämpft hatten. Niedrigere Zinserwartungen in den USA stärken in der Regel risikosensitive Währungen wie den Rand, da Kapital auf der Suche nach höheren Renditen in Schwellenländer fließt.
Bergbauproduktion enttäuscht, aber Rückgang verlangsamt sich
Die südafrikanische Bergbauproduktion sank im Juni im Jahresvergleich um 4,0 Prozent. Das geht aus Daten hervor, die Statistics South Africa am Donnerstag veröffentlichte. Im Vergleich zum revidierten Rückgang von 5,1 Prozent im Mai hat sich der Rückgang damit zumindest verlangsamt – ein schwacher Trost für Anleger, die auf eine Erholung des für Südafrika so wichtigen Sektors gehofft hatten.
Der Bergbau spielt eine zentrale Rolle für die südafrikanische Wirtschaft. Das Land gehört zu den weltweit bedeutendsten Produzenten von Platin, Gold, Chrom und anderen Rohstoffen. Schwache Produktionszahlen belasten daher nicht nur den Rand, sondern auch die Aktienmärkte des Landes.
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Zur AktienanalyseAn der Johannesburger Börse spiegelte sich die Unsicherheit im Kursgeschehen wider. Der Top-40-Index, der die 40 größten börsennotierten Unternehmen Südafrikas abbildet, verzeichnete ein Minus von 0,9 Prozent. Damit blieb der Aktienmarkt hinter der relativen Stärke des Randes zurück.
Der Rand folgt – wie andere risikosensitive Währungen aus Schwellenländern – typischerweise sowohl den inländischen Wirtschaftsdaten als auch den globalen Entwicklungen. Besonders die Erwartungen an die US-Geldpolitik spielen dabei eine entscheidende Rolle. Für deutsche Anleger, die in südafrikanische Wertpapiere oder Rohstoffe investieren, ist das Wechselkursniveau des Randes daher ein wichtiger Faktor bei der Bewertung ihrer Positionen.


