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Südkorea plant Dollar-Anleihe für weltgrößten Pensionsfonds NPS

Regierung will bis Jahresende erstmals Fremdwährungsanleihen emittieren, um schwachen Won zu stabilisieren.

Südkorea plant Dollar-Anleihe für weltgrößten Pensionsfonds NPS

Südkoreas Regierung strebt noch in diesem Jahr die erstmalige Emission einer auf US-Dollar lautenden Anleihe für den National Pension Service (NPS) an. Der NPS ist mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet 992 Milliarden US-Dollar der drittgrößte Pensionsfonds weltweit. "Je früher, desto besser. Es wäre ideal, dies bis Ende dieses Jahres zu tun, sofern die Überarbeitung der relevanten Gesetze zügig erfolgt", sagte Seuran Lee, Erster Vize-Minister für Gesundheit und Wohlfahrt, gegenüber Reuters.

Der schwache Won setzt den Pensionsfonds zunehmend unter Druck. Die südkoreanische Währung hat seit Mitte 2025 gegenüber dem US-Dollar rund 7 Prozent an Wert verloren. Der NPS musste bereits am Devisenmarkt intervenieren und US-Dollar verkaufen, um die eigene Währung zu stützen. Nach Lees Äußerungen reduzierte der Won seine anfänglichen Verluste und notierte bei 1.449,8 pro US-Dollar, ein Minus von 0,2 Prozent.

Die Währungsschwäche erschwert auch Seouls Pläne, im Rahmen eines Handelsabkommens mit Washington 350 Milliarden Dollar in US-Industrien zu investieren. Die Sorge besteht, dass zusätzliche Kapitalabflüsse den Won weiter unter Druck setzen könnten. Die geplante Dollar-Anleihe soll dieses Dilemma lösen.

Machbarkeitsstudie läuft bereits

Der NPS führt derzeit eine Machbarkeitsstudie zur erstmaligen Emission von Fremdwährungsanleihen durch. Parallel dazu wird die Änderung des Rentengesetzes durch die Nationalversammlung abgewartet. Lee betonte, es "wäre sinnvoll, dafür eine Obergrenze festzulegen, als Anteil an der Größe der Auslandsinvestitionen des Fonds". Als Vorbild dient das Canada Pension Plan Investment Board.

"Da es Anleihen verkauft, handelt es sich zwar um eine Fremdfinanzierung, aber wir können uns gegen die Vermögenswerte des Fonds Geld leihen", erklärte Lee. Die auf US-Dollar lautenden Vermögenswerte des NPS könnten als Sicherheiten verwendet werden. Der Pensionsfonds verfügt über ein Gesamtvermögen von 1.437,9 Billionen Won.

Die Emission steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel des Pensionsfonds, seine Anlageallokation anzupassen. Das Wohlfahrtsministerium senkte vergangene Woche das Jahresendziel für das Engagement in ausländischen Aktien von 38,9 auf 37,2 Prozent. Gleichzeitig wurde das Ziel für inländische Aktien angehoben.

Heimatmarkt boomt

Der südkoreanische KOSPI-Index stieg im vergangenen Jahr um beeindruckende 76 Prozent und verzeichnete damit den größten Sprung seit 1999. Damit übertraf er globale Vergleichsindizes deutlich. "Wir haben das Volumen der Auslandsinvestitionen für dieses Jahr aufgrund des Drucks auf den Devisenmarkt reduziert, aber wenn wir Fremdwährungsanleihen emittieren können, wird dieses Problem bis zu einem gewissen Grad gelöst sein", sagte Lee.

Die Vize-Ministerin betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes: "Wir versuchen, irgendwo einen Mittelweg zu finden. Es ist eine Art ausgewogener Ansatz, der die Finanzmärkte nicht zu stark belastet, aber auch unsere Renditen schützt." Zudem sei eine Überprüfung der strategischen Währungsabsicherungsrichtlinien des NPS erforderlich.

Lee führt den Vorsitz des operativen Beirats des Fonds, der alle angestrebten Anlage- und Managementänderungen bei dem Pensionsfonds prüft. Details wie das genaue Emissionsvolumen stehen noch nicht fest und hängen von der Gesetzesänderung ab.

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