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Swiss Re übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Halbjahr

Geringe Schadenskosten und solide Rentabilität im Kerngeschäft treiben den Erfolg voran

Swiss Re übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Halbjahr

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2024 einen Nettogewinn von 2,09 Milliarden Dollar erzielt. Dies übertraf die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt von einem Gewinn von zwei Milliarden Dollar ausgegangen waren. Das Unternehmen sieht sich damit auf gutem Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Die Prognose des Unternehmens für das Gesamtjahr sieht einen Konzerngewinn von über 3,6 Milliarden Dollar vor. Diese Zielsetzung wurde von Konzernchef Andreas Berger bestätigt, der erklärte, dass Swiss Re nach einem starken Start in das Jahr 2024 weiterhin an diesen Zielen festhalte.

Der Nettogewinn des Unternehmens profitierte insbesondere von niedrigen Schadenskosten durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr. Diese Entwicklung führte zu einer hohen Rentabilität im Kerngeschäft Schaden- und Unfall-Rückversicherung, das einen Beitrag von 989 Millionen Dollar zum Gesamtergebnis leistete. Der sogenannte Schaden-Kosten-Satz, ein wichtiger Indikator für die Profitabilität in diesem Segment, lag bei 84,5 Prozent und soll im Jahresverlauf unter 87 Prozent bleiben. Ein niedrigerer Schaden-Kosten-Satz deutet auf ein besonders gewinnbringendes Geschäft hin.

Trotz des positiven Gesamtergebnisses blieb Swiss Re bei den Prämieneinnahmen hinter den Erwartungen zurück. Der Brutto-Versicherungsumsatz belief sich auf 22,48 Milliarden Dollar, während Analysten im Durchschnitt mit 23,2 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Rückversicherer stellte in diesem Jahr seine Rechnungslegung von US-GAAP auf den internationalen Standard IFRS um, was möglicherweise Einfluss auf die ausgewiesenen Zahlen hatte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen auf Pro-forma-Basis einen Halbjahresgewinn von 1,8 Milliarden Dollar und Prämieneinnahmen von 21,8 Milliarden Dollar erzielt.

In der Erneuerungsrunde der Verträge mit Erstversicherern im Juli konnte Swiss Re ein Prämienvolumen von 4,5 Milliarden Dollar zeichnen, was einer Preiserhöhung von acht Prozent entspricht. Die Rückversicherungsbranche hat in den letzten Jahren generell von steigenden Preisen profitiert, da Erstversicherer bereit waren, höhere Prämien zu zahlen. Im Vergleich dazu verzeichnete der Branchenführer Münchener Rück bei den Neuverhandlungen im Juli jedoch einen Rückgang des Geschäftsvolumens um gut fünf Prozent, während die Preise nur noch um durchschnittlich 0,6 Prozent stiegen. Trotz dieser Entwicklung sieht sich Münchener Rück auf Kurs, das Jahresziel eines Gewinns von mehr als fünf Milliarden Euro zu erreichen, auch wenn das Unternehmen in diesem Jahr mit Großschäden konfrontiert war.

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