Synthomer hebt Jahresprognose 2026 nach starkem Umsatzwachstum an
Der britische Spezialchemie-Konzern Synthomer übertrifft Analystenerwartungen und erhöht seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026.

Der britische Spezialchemie-Anbieter Synthomer hat am Dienstag starke Halbjahreszahlen vorgelegt und seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 954,30 Millionen Pfund. Dabei verzeichnete das Unternehmen in allen Geschäftsbereichen ein Wachstum.
Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr in die Gewinnzone beim bereinigten Ergebnis je Aktie: Mit 0,22 Pfund übertraf Synthomer die Konsensschätzung eines Analysten von lediglich 0,05 Pfund deutlich. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust ausgewiesen. Auch der bereinigte Vorsteuergewinn von 12,70 Millionen Pfund lag über der Schätzung von 11 Millionen Pfund.
Solide operative Kennzahlen
Auf operativer Ebene wies Synthomer für das erste Halbjahr ein bereinigtes EBIT von 48,60 Millionen Pfund sowie ein EBITDA von 96,70 Millionen Pfund aus. Auf berichteter Basis fiel jedoch ein Vorsteuerverlust von 25,50 Millionen Pfund an, und der Verlust je unverwässerter Aktie betrug 0,03 Pfund. Der freie Cashflow war im ersten Halbjahr mit minus 80,80 Millionen Pfund negativ.
Das Unternehmen führt das zugrunde liegende Gewinnwachstum auf mehrere Faktoren zurück: strategische Wachstumsinitiativen, Innovationen sowie eine gezielte Verlagerung hin zu margenstärkeren Spezialprodukten. Zusätzlich trugen laufende Kosten- und Effizienzmaßnahmen in allen Geschäftsbereichen zur Margenverbesserung bei.
Temporäre Sondereffekte im Bereich Health & Protection
Im Geschäftsbereich Health & Protection profitierte Synthomer von vorübergehenden Volumenzuwächsen, die im Zusammenhang mit Lieferkettenunterbrechungen bei Wettbewerbern standen. Das Unternehmen betont jedoch ausdrücklich, dass diese Effekte in der zweiten Jahreshälfte nicht fortgesetzt werden dürften. Anleger sollten diesen Einmaleffekt bei der Bewertung der Gesamtjahresprognose entsprechend einkalkulieren.
Trotz des negativen freien Cashflows im ersten Halbjahr zeigt sich das Management für das Gesamtjahr optimistisch: Synthomer erwartet, dass der freie Cashflow für das Gesamtjahr – vor Effekten aus regresslosen Forderungsfinanzierungen – positiv ausfallen wird. Dies würde eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Halbjahresergebnis darstellen.
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Zur AktienanalysePrognose leicht über Markterwartungen angehoben
Mit der Anhebung des Gesamtjahresausblicks auf ein Niveau leicht über den Markterwartungen sendet Synthomer ein positives Signal an den Kapitalmarkt. Für das Jahresende 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA auf Covenant-Basis von 4,0 bis 4,35. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen weitere Veräußerungen, die zur Entschuldung beitragen sollen.
Synthomer ist als Spezialchemie-Anbieter auf Polymere und Latizes spezialisiert und beliefert unter anderem die Bau-, Automobil- und Gesundheitsindustrie. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse notiert und gilt als einer der führenden Anbieter in seinem Segment in Europa. Die soliden Halbjahreszahlen und die erhöhte Prognose dürften das Vertrauen der Investoren in die laufende Restrukturierungs- und Wachstumsstrategie stärken.


