T-Mobile enttäuscht mit Kundenzuwachs im vierten Quartal trotz Rekordwerten
US-Mobilfunker bleibt hinter Analystenerwartungen zurück, während Wettbewerber Verizon deutlich zulegt

T-Mobile US hat im vierten Quartal 2024 zwar 962.000 neue Mobilfunkkunden mit Laufzeitverträgen gewonnen, blieb damit aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese hatten mit 981.330 Neuzugängen gerechnet. Der intensive Wettbewerb im US-Mobilfunkmarkt zeigt zunehmend Wirkung auf den drittgrößten Anbieter.
Besonders im traditionell umsatzstarken Weihnachtsquartal verschärften die Konkurrenten ihre Rabattaktionen rund um Black Friday und Cyber Monday. Hauptkonkurrent Verizon verzeichnete unter seinem neuen CEO den höchsten Kundenzuwachs seit sechs Jahren – unter anderem dank aggressiver Angebote wie vier Mobilfunkanschlüsse für 100 Dollar monatlich.
Steigende Kundenabwanderung belastet
Die Abwanderungsquote bei T-Mobile stieg im Postpaid-Segment auf 1,02 Prozent, verglichen mit 0,92 Prozent im Vorjahreszeitraum. "Es gab einen verstärkten, auf Endgeräte fokussierten Wettbewerb durch einen unserer Hauptkonkurrenten", erklärte Finanzvorstand Peter Osvaldik die Entwicklung. Der Konkurrent habe versucht, "ein medienwirksames Wachstum bei den Postpaid-Kunden zu erzielen".
Trotz der enttäuschenden Kundenzahlen übertraf T-Mobile beim Gesamtumsatz die Erwartungen. Mit 24,33 Milliarden Dollar lag das Unternehmen über den Analystenschätzungen von 24,11 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür war die hohe Nachfrage nach Premium-Tarifen, die Streaming-Abonnements für Netflix und Hulu beinhalten.
Premium-Tarife als Wachstumstreiber
"Wir sehen weiterhin, dass Neukunden unsere Premium-Tarife mit einer Abschlussquote von 60 Prozent wählen", betonte Osvaldik. Diese höherwertigen Verträge kompensieren teilweise den geringeren Kundenzuwachs und stützen die Umsatzentwicklung.
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Zur AktienanalyseFür das laufende Jahr prognostiziert T-Mobile einen bereinigten freien Cashflow zwischen 18 und 18,7 Milliarden Dollar. Diese Prognose liegt unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 18,9 Milliarden Dollar. Als Belastungsfaktor nannte das Unternehmen höhere Integrationskosten im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von UScellular.
Die Zahlen zeigen: Der US-Mobilfunkmarkt bleibt hart umkämpft. Während T-Mobile weiterhin die meisten Neukunden unter den drei großen Anbietern gewinnt, wird es zunehmend schwieriger, die hohen Wachstumsraten der Vergangenheit aufrechtzuerhalten.


