T-Mobile verfehlt Erwartungen: Aktie fällt nach schwächerem Kundenwachstum
US-Mobilfunkanbieter gewinnt weniger Neukunden als prognostiziert – Verizon punktet mit aggressiven Rabatten

T-Mobile US hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten beim Kundenwachstum verfehlt. Die Aktie des drittgrößten US-Mobilfunkanbieters verlor im vorbörslichen Handel am Mittwoch rund 3,4 Prozent. Trotz des höchsten Neuzugangs unter den drei großen US-Carriern konnte das Unternehmen die Prognosen nicht erfüllen.
Der Mobilfunkanbieter gewann im Schlussquartal 962.000 neue Vertragskunden hinzu. Analysten hatten jedoch mit 981.330 Neuzugängen gerechnet. Besonders der verschärfte Wettbewerb durch Konkurrent Verizon setzte T-Mobile unter Druck. "Es gab einen verstärkten, auf Endgeräte ausgerichteten Wettbewerb durch einen unserer Hauptkonkurrenten", erklärte Finanzvorstand Peter Osvaldik gegenüber Reuters.
Verizon mit aggressiver Preisstrategie
Verizon Communications verzeichnete unter seinem neuen CEO den höchsten Kundenzuwachs seit sechs Jahren. Mit Kampagnen wie vier Telefonanschlüssen für 100 Dollar monatlich gelang dem Konkurrenten ein beachtlicher Erfolg. Gerade im traditionell werbeintensiven vierten Quartal mit Black Friday und Cyber Monday intensivieren die Anbieter ihre Rabattaktionen auf Geräte und Tarife.
Die Kündigungsrate bei T-Mobile stieg im Jahresvergleich von 0,92 auf 1,02 Prozent. Diese sogenannte Churn-Rate zeigt den Anteil der Kunden, die ihren Vertrag beenden. Der Anstieg deutet auf eine höhere Wechselbereitschaft der Verbraucher hin.
Premium-Tarife stützen Umsatz
Positiv entwickelte sich hingegen der Gesamtumsatz: Mit 24,33 Milliarden Dollar übertraf T-Mobile die Analystenschätzungen von 24,11 Milliarden Dollar. Zum Wachstum trugen vor allem die Premium-Tarife bei, die Streaming-Abonnements für Netflix und Hulu beinhalten. "Wir sehen weiterhin, dass neue Kundenkonten unsere Premium-Tarife mit Abschlussraten von 60 Prozent wählen", betonte Osvaldik.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür das Gesamtjahr prognostiziert T-Mobile einen bereinigten freien Cashflow zwischen 18 und 18,7 Milliarden Dollar. Diese Prognose liegt unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten von 18,9 Milliarden Dollar. Als Grund gelten höhere Integrationskosten durch die laufende Fusion mit dem regionalen Anbieter UScellular.
Der US-Mobilfunkmarkt bleibt hart umkämpft. Während T-Mobile weiterhin die meisten Neukunden unter den großen Anbietern gewinnt, zeigt das verfehlte Wachstumsziel die Herausforderungen in einem zunehmend gesättigten Markt mit preisaggressiven Wettbewerbern.


